Die Besatzung des Seenotrettungsschiffs Salvamar Navia hat am Samstag 47 Menschen in einem Boot vor El Hierro gerettet. Das Radar hatte das Boot zwei Seemeilen vor dem Hafen von La Restinga entdeckt. Nach dem Anlegen am Hafen versorgten Rettungsdienste und medizinisches Personal die Insassen. Ein Mann musste ins Hospital Insular Virgen de los Reyes gebracht werden.
Nach Angaben der Rettungskräfte handelte es sich um 47 Männer aus Mali, Guinea und Senegal. Sie waren den Behörden zufolge aus einem Hafen nahe Nuadibu in Mauretanien gestartet und hatten eine viertägige Überfahrt hinter sich.
Rettungseinsatz vor El Hierro
Im Hafen von La Restinga übernahmen das Team der Soforthilfe der Rotkreuzorganisation, der Kanarische Rettungsdienst, die Hafenüberwachung, die Guardia Civil und die Policía Nacional die Erstversorgung. Die Migranten berichteten, sie seien mehr als 90 Kilometer von der mauretanischen Küste entfernt aufgebrochen.
Nach der Ankunft wurden die Männer in das Zentrum für die vorübergehende Aufnahme von Ausländern (CATE) im Ort San Andrés im Gemeindegebiet von Valverde gebracht. Dort kümmern sich Mitglieder der NGO „Corazón naranja – Ebrima Sonko“ um die Gruppe. Die Migranten verbleiben bis zur weiteren Verlegung außerhalb der Insel unter polizeilicher Aufsicht.
Migranten auf El Hierro untergebracht
Die Behörden prüfen derzeit die nächsten Schritte für die Unterbringung der Geretteten. Die Aufnahmezentren auf den Kanarischen Inseln sind weiterhin stark ausgelastet.
Die Route von Westafrika zu den Kanaren gilt als eine der gefährlichsten Fluchtrouten nach Europa. Immer wieder erreichen Boote mit Migranten die Inseln des Archipels.




