Candelaria Delgado, die kanarische Ministerin für Soziales und Familien, hat am Dienstag eingeräumt, dass sie sich in diesem Jahr mit einer Überweisung von 30 Millionen Euro vom spanischen Staat zufriedengeben würde. Diese Mittel sollen zur Bekämpfung der Armut auf den Kanarischen Inseln eingesetzt werden. Sie erklärte, dass die kanarische Regierung eigentlich eine Verdreifachung dieser Summe auf bis zu 100 Millionen Euro fordert, was jedoch aufgrund fehlender neuer Staatshaushalte nicht möglich sei.
Worum es geht (TL;DR)
- Kanarische Sozialministerin würde sich 2025 mit 30 Millionen Euro vom Staat zufriedengeben.
- Regionalregierung fordert eigentlich 100 Millionen Euro zur Armutsbekämpfung auf den Inseln.
- Bürgermeister von Santa Cruz kritisiert die Mittel als unzureichend für strukturelle Armut.
Delgado betonte, dass die 30 Millionen Euro, die die Kanaren in den letzten Jahren erhalten haben, derzeit weder bearbeitet noch terminiert sind. Sie erinnerte daran, dass es im Vorjahr ähnlich war, als die Mittel erst im Februar eingingen und bis Mai ausgegeben werden mussten. Das verursachte Unsicherheit bei den verwaltenden Einrichtungen und den Empfängern der Hilfe.
Kanaren fordern verlässliche Finanzierung gegen Armut
Die Ministerin versicherte, dass die Regionalregierung die Programme mit eigenen Mitteln aufrechterhält. Angesichts der hohen Armuts- und Ausgrenzungsraten auf den Kanaren sei jedoch eine verlässliche Finanzierung seitens des Staates notwendig, um verspätete und unzureichende Überweisungen zu vermeiden.
José Manuel Bermúdez, Bürgermeister von Santa Cruz de Tenerife, lobte den Einsatz aller Verwaltungen, insbesondere der kanarischen Regierung, im Kampf gegen die Armut. Er forderte eine stärkere Beteiligung des Staates, da ohne diese keine angemessene Antwort auf das Problem möglich sei.
Bermúdez ist der Ansicht, dass die 30 Millionen Euro, die die Kanaren erhalten, eindeutig unzureichend sind. Ein komplexes Problem wie die strukturelle Armut des Archipels könne nicht mit punktuellen Maßnahmen gelöst werden, sondern nur mit nachhaltigen Ressourcen und ambitionierten Politiken.











