Die Justizbehörden auf den Kanarischen Inseln haben im dritten Quartal 2025 insgesamt 92.107 Fälle registriert. Das entspricht einem Rückgang von 15,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Seit fünf Jahren sind die Kanaren das Gebiet mit den meisten Gerichtsverfahren in Spanien. Laut dem Consejo General del Poder Judicial (CGPJ) blieben im dritten Quartal 264.099 Fälle unerledigt – ein Anstieg von 10,5 % im Vergleich zu 2024. Gleichzeitig wurden 95.463 Fälle abgeschlossen, 3 % weniger als im Sommer 2024.
Worum es geht (TL;DR)
- Im dritten Quartal 2025 gingen die Gerichtsverfahren auf den Kanaren um 15,6 % zurück.
- Unerledigt blieben 264.099 Fälle, ein Anstieg von 10,5 % gegenüber dem Vorjahr.
- Die Kanaren verzeichnen seit fünf Jahren die meisten Gerichtsverfahren in Spanien.
Zivilverfahren auf den Kanaren stark rückläufig
Im zivilrechtlichen Bereich gab es zwischen Juli und September 2025 insgesamt 32.503 neue Fälle, 32,3 % weniger als im Vorjahr. Gelöst wurden 40.429 Fälle, ein Rückgang von 5,4 %. Unerledigt blieben 167.842 Fälle – ein Anstieg von 9,8 % gegenüber Ende September 2024.
Im Strafrecht wurden 49.358 neue Fälle registriert, 1,2 % mehr als im Vorjahr. Abgeschlossen wurden 46.516 Fälle, 1,8 % weniger. Unerledigt blieben 53.013 Fälle, 9,9 % mehr als im Vorjahr.
Verwaltungs- und Sozialverfahren: Entwicklung im Detail
In der Verwaltungsgerichtsbarkeit wurden 2.241 Verfahren eröffnet, ein Rückgang von 53,1 % im Vergleich zu 2024. Gelöst wurden 2.882 Verfahren, 22,8 % mehr. Unerledigt blieben 17.376 Fälle – ein Anstieg von 21 %.
Im sozialen Bereich wurden 8.005 Verfahren eingeleitet, 5,5 % mehr als im Vorjahr. Gelöst wurden 5.636 Fälle, 5,6 % weniger. Unerledigt blieben 25.868 Fälle, 9,9 % mehr als im Vorjahr.
Effizienz der Justiz auf den Kanaren
Im dritten Quartal 2025 wurden 21.913 Urteile gefällt, 0,2 % weniger als im Vorjahr. Die Kanaren verzeichneten eine Pendanzrate von 2,77, die achtniedrigste in Spanien. Die Lösungsrate betrug 1,04, 0,4 Punkte über dem nationalen Durchschnitt.
Die Staurate lag bei 3,76, die siebthöchste im Land. Pro 1.000 Einwohner gab es 41,14 Verfahren, 9,89 mehr als der nationale Durchschnitt.











