Die Regierung der Kanarischen Inseln hat am Montag Präsident Pedro Sánchez und den Minister für territoriale Politik, Ángel Víctor Torres, scharf kritisiert. Sie hätten ihre Versprechen gegenüber La Palma nach dem Vulkanausbruch nicht eingehalten, da die 2023 angekündigten 400 Millionen Euro noch immer nicht bereitgestellt wurden. Der Sprecher der kanarischen Regierung, Alfonso Cabello (CC), erklärte nach der wöchentlichen Sitzung des Regierungskabinetts, dass das kürzlich im Ministerrat verabschiedete Gesetzesdekret den Kanaren erlaubt, 100 Millionen Euro aus ihren Rücklagen zu nutzen, um Landwirte zu entschädigen, die durch den Vulkanausbruch ihre Höfe verloren haben. Dies entspreche jedoch nicht den eingegangenen Verpflichtungen.
Cabello betonte, dass die spanische Regierung seit 2023 keinen Euro bereitgestellt habe, obwohl damals 100 Millionen Euro an La Palma gingen und vereinbart wurde, dass 400 Millionen Euro folgen sollen. Die Kanaren sollten zwischen 2024 und 2027 weitere 200 Millionen Euro beisteuern.
Vorwurf mangelnder Unterstützung für La Palma
Die kanarische Gemeinschaft habe bereits 100 Millionen Euro zugewiesen, 50 Millionen in 2024 und ebenso viel in diesem Jahr. Cabello kritisierte die "fehlende Bereitschaft und das Engagement" der Zentralregierung, den Bürgern von La Palma zu helfen, sowie den "mangelnden Einsatz", den das Dekret seiner Meinung nach zeige. Zudem hätte man eine 60-prozentige IRPF-Steuererleichterung für die Bewohner nicht nur für dieses Jahr, sondern auch für 2026 beschließen können.











