Der durchschnittliche Betrag einer Hypothek für den Wohnungskauf hat sich in einem Jahrzehnt von etwas mehr als 100.000 Euro auf fast 170.000 Euro erhöht. Diese Steigerung von nahezu 63 % erreichte in einigen Regionen wie Madrid und Andalusien sogar über 70 %, auf den Kanarischen Inseln liegt sie bei 68 %. Laut dem Instituto Nacional de Estadística (INE) betrug der durchschnittliche Hypothekenbetrag im August 2015 noch 104.318 Euro, verglichen mit 169.650 Euro im August dieses Jahres, dem letzten Monat mit verfügbaren Daten.
Worum es geht (TL;DR)
- Durchschnittliche Hypotheken stiegen in zehn Jahren von 104.318 auf 169.650 Euro.
- Auf den Kanaren erhöhten sich Hypotheken um 68 Prozent, in Madrid um 95 Prozent.
- Ausländische Käufer treiben Preise in Madrid und Andalusien besonders stark.
Diese durchschnittliche Steigerung von 63 % liegt leicht unter der Preissteigerung von Wohnimmobilien in diesem Jahrzehnt. Der Quadratmeterpreis stieg von 1.524 auf 2.679 Euro, was einer Differenz von fast 76 % entspricht.
In Madrid und Andalusien übersteigt der Anstieg des Hypothekenbetrags deutlich den Durchschnitt. In Madrid verdoppelte sich der durchschnittliche Hypothekenbetrag nahezu von 141.847 auf 276.158 Euro. Diese Erhöhung von 95 % ist allerdings nur halb so hoch wie der Anstieg des Quadratmeterpreises in der Region, der von 1.557 auf 4.384 Euro stieg.
Hypotheken auf den Kanaren steigen um 68 Prozent
In Andalusien stieg der Betrag um 77 %, die durchschnittliche Hypothek kletterte von 89.042 auf 157.647 Euro, während der Quadratmeterpreis um 59 % teurer wurde.
Experten führen den Preisanstieg in diesen beiden Regionen unter anderem auf den Kauf von freiem Wohnraum durch Ausländer zurück. Im ersten Halbjahr dieses Jahres stieg diese Zahl um 2 % im Vergleich zum Vorjahr auf 71.155 Transaktionen.
Briten, Marokkaner und Deutsche führten die Liste an und machten 19,3 % des nationalen Gesamtvolumens aus, so der Consejo General del Notariado.
Madrid und Andalusien, insbesondere die Costa del Sol, haben sich zu bevorzugten Zielen für große Investoren und wohlhabende Ausländer entwickelt.
In anderen Regionen stiegen die durchschnittlichen Hypothekenbeträge ebenfalls deutlich: In Valencia um 74 %, auf den Balearen um 70 % und auf den Kanarischen Inseln um 68 % innerhalb eines Jahrzehnts.
Es folgen La Rioja (63 %), Murcia (56 %), Katalonien (53 %), Navarra (50 %), das Baskenland (45 %), Kantabrien und Kastilien-La Mancha (43 %), Kastilien und León (37 %), Galicien (35 %), Asturien (33 %), Aragonien (31 %) und Extremadura (28 %).











