Die Gesundheitsbehörde der Kanarischen Inseln hat dem spanischen Gesundheitsministerium einen Masernausbruch auf La Palma gemeldet. Drei Fälle wurden bestätigt: zwei ungeimpfte Kleinkinder unter 12 Monaten und ein Gesundheitsmitarbeiter. Ein vierter Verdachtsfall betrifft einen Verwandten eines der Kinder, dessen Testergebnisse noch ausstehen.
Worum es geht (TL;DR)
- Auf La Palma wurden drei Masernfälle bestätigt, zwei Kleinkinder und ein Gesundheitsmitarbeiter.
- 2024 meldeten die Kanaren sieben Masernfälle, 2025 bisher zwei weitere Fälle.
- Die Gesundheitsbehörde betont die Bedeutung der zweifachen Masernimpfung zum Schutz.
Vor einigen Wochen wurde auf Teneriffa ein weiterer Masernfall bestätigt, der möglicherweise mit dem Ausbruch auf La Palma in Verbindung steht.
Seit Bekanntwerden der Verdachtsfälle hat die Gesundheitsbehörde in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsdiensten von La Palma Maßnahmen zur Überwachung und Kontrolle der Kontakte ergriffen, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.
Kanaren verstärken Impfmaßnahmen gegen Masern
Im Jahr 2024 wurden auf den Kanarischen Inseln sieben Masernfälle gemeldet, von denen fünf importiert oder mit importierten Fällen verbunden waren. Zwei Fälle hatten unbekannten Ursprung.
Im Jahr 2025 wurden zwei weitere Fälle registriert, einer importiert und einer unbekannt. Zudem traten zwei impfbedingte Fälle mit milden Symptomen auf.
Die Gesundheitsbehörde betont die Bedeutung der zweifachen Masernimpfung, um individuelle Immunität zu erreichen und die Übertragung auf ungeimpfte Personen zu verhindern.
Spanien setzt auf hohe Impfquoten
Die Masernimpfung wurde 1975 in den spanischen Impfkalender aufgenommen und seit 1981 als Teil der MMR-Impfung verabreicht. 1996 kam eine zweite Dosis hinzu, was die Impfquote erheblich steigerte und die Masernfälle drastisch reduzierte.
Spanien verfolgt seit 2001 das Ziel der Masernelimination, unterstützt von der WHO. Die Strategien umfassen hohe Impfquoten und die Überwachung möglicher Fälle.
2017 erklärte die WHO Spanien als frei von endemischer Masernübertragung. Dennoch wurden kürzlich 142 importierte Fälle in verschiedenen Regionen gemeldet.
Impfung bietet sicheren Schutz vor Masern
Masern sind eine hochansteckende, fieberhafte Erkrankung mit Hautausschlag. Komplikationen können Lungenentzündung oder Mittelohrentzündung sein. Die Impfung bleibt der sicherste Schutz.
Ein Rückgang der Impfquoten könnte zu erneuten Ausbrüchen führen, wie ein Fall in Texas zeigt, wo ein ungeimpftes Kind starb. Die Gesundheitsbehörde ruft zur Überprüfung des Impfstatus auf.
Besonders medizinisches Personal sollte sich gegen Masern impfen lassen, da es einem höheren Expositionsrisiko ausgesetzt ist.











