Die Gesundheitsbehörde der Kanarischen Inseln hat eine neue Kampagne gestartet, um die Nutzung von Kondomen zu fördern. Hintergrund ist der Anstieg sexuell übertragbarer Infektionen (STI) in den letzten Jahren. Der Direktor für öffentliche Gesundheit, José Díaz-Flores, erklärte, dass der Anstieg der STI zeige, wie wichtig es sei, präzise Informationen bereitzustellen.
Worum es geht (TL;DR)
- Gesundheitsbehörde startet Kampagne zur Kondomnutzung wegen steigender STI-Zahlen auf den Kanaren.
- Kampagne richtet sich an Jugendliche, ältere Erwachsene und die LGBTQ+-Gemeinschaft.
- Bis Oktober 2025 wurden 1.312 Gonokokken-, 1.935 Chlamydien- und 568 Syphilis-Fälle registriert.
Er betonte, dass fehlende Informationen, Stigmatisierung und das Gefühl der Unverwundbarkeit dazu führten, dass viele Menschen keine präventiven Maßnahmen wie Kondome ergriffen. Die Kampagne zielt darauf ab, verantwortungsvolles Sexualverhalten zu fördern und die Notwendigkeit von Tests bei Verdacht auf Risiko zu betonen.
Neue Kampagne richtet sich an Jugendliche und Risikogruppen
Die Kampagne hebt die Dringlichkeit hervor, sich vor ungeschütztem Sex zu schützen und die Bedeutung von Prävention, Früherkennung und Behandlung zu verdeutlichen. Sie richtet sich an alle sexuell aktiven Menschen, besonders an Jugendliche, die statistisch am anfälligsten für STI sind, sowie an ältere Erwachsene und die LGBTQ+-Gemeinschaft.
Die Gesundheitsbehörde betont, dass mangelnde Sexualerziehung, früher Beginn sexueller Aktivitäten und Fehlinformationen über soziale Medien zu Missverständnissen über STI führen. Diese Faktoren tragen zur Stigmatisierung bei, die viele Menschen davon abhält, sich medizinisch beraten zu lassen.
Von Januar bis Oktober 2025 wurden auf den Kanaren 1.312 Fälle von Gonokokken-Infektionen bestätigt, 78,2 Prozent davon bei Männern. Die Altersgruppe reicht von 14 bis 70 Jahren. Im gleichen Zeitraum gab es 1.935 Chlamydien-Infektionen, nahezu gleich verteilt zwischen Männern und Frauen. Zudem wurden 568 Syphilis-Fälle registriert, überwiegend bei Männern.











