Die kanarische Regierung hat am Dienstag erklärt, dass die außerordentliche Überweisung von 100 Millionen Euro für die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Migranten "zu spät und schlecht" komme. Das sagte Regierungssprecher Alfonso Cabello. Der Ministerrat will die Mittel am Mittwoch genehmigen. In der Pressekonferenz nach der Sitzung des Regierungsrats betonte Cabello jedoch, dass es gut sei, dass nun Geld fließe.
Worum es geht (TL;DR)
- Kanarische Regierung kritisiert verspätete 100-Millionen-Euro-Hilfe für unbegleitete minderjährige Migranten als unzureichend.
- Die Kanaren haben bereits 190 Millionen Euro für die Betreuung der Migranten vorgestreckt.
- Regierungssprecher Cabello fordert Vertrauensvotum oder Neuwahlen von Ministerpräsident Sánchez.
Die autonome Gemeinschaft habe 190 Millionen Euro vorgestreckt, um die Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Migranten aus Afrika zu finanzieren, die mit Booten auf den Inseln ankommen.
Kanarische Regierung fordert politische Konsequenzen
Der Sprecher der kanarischen Regierung kritisierte die "Blockade" und "Paralyse" der Zentralregierung. Ministerpräsident Pedro Sánchez könne mit seiner "Flucht nach vorn" die vorrangigen Angelegenheiten der Kanaren und Spaniens nicht garantieren.
Cabello forderte, dass Sánchez sich einem Vertrauensvotum stellen oder Neuwahlen ausrufen solle.
Der Präsident der kanarischen Regierung und Generalsekretär der CC, Fernando Clavijo, kritisierte ebenfalls am Montag die Entscheidung von Pedro Sánchez, die Legislaturperiode zu Ende zu führen. Sánchez könne weder einen Haushalt verabschieden noch verfüge er über ausreichende parlamentarische Unterstützung.











