Der Sonderbeauftragte für die Sozialwirtschaft, Jaime Iglesias Sánchez-Cervera, hat bekanntgegeben, dass das spanische Arbeitsministerium mit den autonomen Gemeinschaften eine technische Vereinbarung getroffen hat. Diese ermöglicht die Registrierung von Migranten bei den öffentlichen Arbeitsvermittlungsdiensten – eine Voraussetzung für ihre Anstellung in Eingliederungsunternehmen.
Worum es geht (TL;DR)
- Spanisches Arbeitsministerium ermöglicht Registrierung von Migranten bei öffentlichen Arbeitsvermittlungsdiensten auf den Kanaren.
- Maßnahme soll Anfang nächsten Jahres offiziell werden und Anstellung in Eingliederungsunternehmen erleichtern.
- Regierung plant Gesetz zur Erhöhung der öffentlichen Auftragsvergabe an Eingliederungsunternehmen von 10 auf 15 Prozent.
Iglesias erklärte während der Veranstaltung „Schaffung von Strategien für die sozioberufliche Eingliederung von Migranten“ in Teror auf Gran Canaria, dass man sich mit den Gemeinschaften darauf geeinigt habe, Migranten, die auf ihre Regularisierung warten, zu registrieren, damit sie in Eingliederungsunternehmen arbeiten können.
Die Maßnahme warte derzeit auf juristische Gutachten der Staatsanwaltschaft und der regionalen Abteilungen. Iglesias hoffte, dass sie „zu Beginn des nächsten Jahres“ offiziell werde.
Arbeitsmarktintegration auf den Kanaren erleichtert
Laut der veranstaltenden Asociación Incluye wird die Arbeitsmarktintegration von Migranten auf den Kanaren durch die Unmöglichkeit behindert, sich beim Servicio Canario de Empleo (SCE) zu registrieren. Dies ist eine Voraussetzung für die Anstellung in Eingliederungsunternehmen, selbst wenn bereits eine Arbeitserlaubnis vorliegt.
Iglesias betonte, dass die Kanaren zu einem „Labor der Kohäsion“ werden könnten, wo Sozialwirtschaft und Vielfalt Chancen für Gemeinschaft und Hoffnung bieten.
Er erinnerte daran, dass das PERTE für Sozialwirtschaft und Pflege, das vom Ministerium gefördert wird, über 2.500 Millionen Euro und 4.400 Projekte in ganz Spanien mobilisiert habe, um würdige Beschäftigungswege und Unterstützung für vulnerable Personen, einschließlich Migranten, zu schaffen.
Neue Gesetzgebung für Sozialwirtschaft geplant
Der Sonderbeauftragte kündigte an, dass die Regierung an einem Gesetz zur Förderung der Sozialwirtschaft arbeite. Es soll den Anteil der öffentlichen Auftragsvergabe an Eingliederungsunternehmen von 10 % auf 15 % erhöhen.
Nieves Ramos von der Asociación Incluye kritisierte, dass Migration derzeit nicht als Chance betrachtet werde. Sie betonte, dass Inklusion nicht vom Zufall oder von Bürokratie abhängen dürfe, sondern von realen Politiken, die die Fähigkeiten und Rechte aller Menschen anerkennen.
Elena Barredo, Direktorin für Sozialwirtschaft der baskischen Regierung, hob die Bedeutung einer regulierten Migration mit Rechten hervor. Sie erklärte, dass Migranten nötig seien, um das Entwicklungsniveau und den Wohlfahrtsstaat zu erhalten. Dies müsse jedoch auf der Basis von Menschenrechten geschehen.











