Die Regierung der Kanarischen Inseln hat den Pakt des spanischen Staates zur Klimanotlage abgelehnt, da er laut dem kanarischen Umweltminister Mariano Hernández Zapata die insularen Gegebenheiten ignoriere. Zapata betonte, dass der Pakt wesentliche Themen wie die Biodiversität und die Energieabhängigkeit der Inseln außer Acht lasse und sich ausschließlich auf das spanische Festland konzentriere.
Zapata kritisierte zudem, dass der Pakt keine Rücksicht auf strategische Sektoren wie Landwirtschaft, Tourismus oder die blaue Wirtschaft nehme. Er bemängelte die Schaffung unnötiger bürokratischer Strukturen, wie einer staatlichen Zivilschutzagentur, während die Kanaren bereits über spezialisierte Institutionen und ein Klimaschutzgesetz verfügen, das Unterstützung für seine Umsetzung benötigt.
Kanaren fordern echten Dialog und Konsens
Der Minister betonte, dass die Ablehnung des Pakts durch die kanarische Regierung nicht das Ende des Dialogs bedeute, sondern eine Aufforderung, ein Abkommen zu schaffen, das auf der realen Beteiligung aller autonomen Gemeinschaften basiert. „Ein Pakt muss aus Konsens und mit Kenntnis der territorialen Realitäten entstehen“, so Zapata.
Zapata unterstrich, dass der Klimawandel keine improvisierten Antworten oder politische Propaganda dulde, sondern Planung, technisches Fachwissen und wirksame Maßnahmen erfordere, die durch echte Finanzierung unterstützt werden. Er forderte, dass ein staatlicher Pakt mit konkreten Mitteln einhergehen müsse, um Anpassungsmaßnahmen zu ermöglichen, da der Klimawandel bereits sichtbare Auswirkungen auf die Kanaren, insbesondere in den Küstengebieten, habe.
Finanzielle Unterstützung für die Kanaren gefordert
Obwohl Zapata keine genaue Summe nannte, betonte er, dass es an der Zeit sei, von Worten zu Taten überzugehen und die in der kanarischen Klimaschutz- und Energiewendegesetzgebung festgelegten Politiken mit realen Ressourcen zu stärken. Er wies darauf hin, dass auch andere autonome Gemeinschaften ihre Unzufriedenheit mit dem Text der Zentralregierung geäußert hätten und mehr Transparenz und Zusammenarbeit forderten.
Trotz der Kritik versicherte Zapata, dass die Kanaren weiterhin kooperativ mit dem spanischen Ministerium für den ökologischen Wandel zusammenarbeiten werden. „Wir haben immer eine offene Beziehung gepflegt und suchen nach alternativen Wegen der Politikgestaltung, die im spanischen Kongress bisher nicht üblich sind“, erklärte er.











