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    Lanzarote Nachrichten 18. August 20254 Min. Lesedauer

    Kanaren führen Exportwachstum in Spanien an: Handelsbilanz im ersten Halbjahr 2024

    Lanzarote Nachrichten PH 7
    Die Küste von Lanzarote. Foto: Archivbild

    Die Kanarischen Inseln haben im ersten Halbjahr die stärkste Zunahme der Exporte in Spanien verzeichnet. Nach Angaben des spanischen Wirtschaftsministeriums stiegen die Ausfuhren auf dem Archipel um 12,4 Prozent. Damit lagen die Kanaren vor Madrid mit 12 Prozent und Kastilien-La Mancha mit 11,3 Prozent. Die größten Rückgänge gab es auf den Balearen mit minus 14,7 Prozent, in Aragón mit minus 14 Prozent und in Kantabrien mit minus 8,8 Prozent.

    Das spanische Handelsdefizit belief sich im ersten Halbjahr auf 25.112,7 Millionen Euro. Das waren 58,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Hintergrund sind der anhaltende Handelskonflikt und ein stärkerer Anstieg der Importe im Vergleich zu den Exporten.

    Exporte auf den Kanaren legen deutlich zu

    Die Importe Spaniens erreichten von Januar bis Juni 222.263,6 Millionen Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 5,4 Prozent. Die Exporte stiegen um ein Prozent auf 197.150,9 Millionen Euro. Die sogenannte Deckungsquote, das Verhältnis von Exporten zu Importen, lag bei 88,7 Prozent. Das waren 3,8 Punkte mehr als im Juni 2024, als die Quote 92,5 Prozent betrug.

    Das nicht-energetische Defizit stieg auf 8.775,7 Millionen Euro und lag damit 63-mal höher als im Vorjahr. Das energiewirtschaftliche Defizit nahm um 4,2 Prozent auf 16.337 Millionen Euro zu.

    Spanische Exporte nach Regionen und Ländern

    Die Exporte in die Europäische Union, die 61,8 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen, sanken im Juni um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausfuhren in die Eurozone, die 53,3 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen, gingen um 1,1 Prozent zurück. In den übrigen EU-Raum, der 8,4 Prozent ausmacht, stiegen die Exporte um 5,5 Prozent.

    Bei den Exporten in Drittländer gab es Zuwächse nach Asien mit 7,1 Prozent und nach Afrika mit 7,4 Prozent. Rückgänge verzeichneten die Ausfuhren nach Ozeanien mit minus 25,6 Prozent, nach Nordamerika mit minus 3,9 Prozent und nach Lateinamerika mit minus 5,1 Prozent.

    Handelsbilanz: Sektoren und wichtigste Handelspartner

    Besonders stark stiegen die Exporte nach Algerien mit 190,1 Prozent, in die Vereinigten Arabischen Emirate mit 62,5 Prozent, nach Luxemburg mit 35,4 Prozent, nach Zypern mit 21,6 Prozent und nach Argentinien mit 20,8 Prozent. Deutlich zurück gingen die Exporte nach Singapur mit minus 35,3 Prozent, nach Australien mit minus 26,8 Prozent, nach Irland mit minus 25,4 Prozent und nach Norwegen mit minus 25,3 Prozent.

    Die Ausfuhren zu den wichtigsten Handelspartnern Spaniens entwickelten sich unterschiedlich. Nach Frankreich sanken sie um 5,9 Prozent, nach Italien um 4,7 Prozent und nach Deutschland um 3,5 Prozent. Nach Portugal stiegen sie um 4,5 Prozent.

    Importe und Entwicklung nach Sektoren

    Die Exporte in die USA gingen bis Juni um 5,1 Prozent auf 8.754,5 Millionen Euro zurück. Die US-Administration hatte einen Zollsatz von 15 Prozent auf alle EU-Produkte eingeführt. Die Importe aus den USA stiegen um 10,1 Prozent auf 15.837,9 Millionen Euro. Das bilaterale Defizit Spaniens lag damit bei 7.083,4 Millionen Euro.

    Die wichtigsten Exportsektoren waren Lebensmittel, Getränke und Tabak mit einem Plus von 5,5 Prozent, Investitionsgüter mit einem Minus von 0,1 Prozent und chemische Produkte mit einem Anstieg von 9,7 Prozent. Die Ausfuhren von Energieträgern sanken um 18,5 Prozent, die des Automobilsektors um 8,9 Prozent. Andere Waren legten um 16,3 Prozent zu, Rohstoffe um 7,4 Prozent.

    Bei den Importen dominierten Investitionsgüter mit einem Plus von 8,2 Prozent, chemische Produkte mit 10,5 Prozent, Lebensmittel, Getränke und Tabak mit 7,9 Prozent sowie Energieträger mit einem Minus von 6,6 Prozent. Die Importe von nicht-energetischen Produkten, die 87,5 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen, stiegen auf 195.372,7 Millionen Euro, das war ein Plus von 7,4 Prozent.

    Stark gestiegen sind die Importe aus Ländern wie Zypern mit 72,3 Prozent, Peru mit 44,1 Prozent, Irland mit 43 Prozent und Chile mit 26,3 Prozent. Rückgänge gab es bei Importen aus Malta mit minus 38,7 Prozent, Nigeria mit minus 38 Prozent, Norwegen mit minus 27,5 Prozent und Singapur mit minus 22,5 Prozent.

    Wirtschaft
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