Der Consejo Político Nacional (CPN) der Coalición Canaria hat am Samstag seine erste Sitzung des Jahres abgehalten. Die Online-Sitzung wurde von Fernando Clavijo geleitet. Danach äußerte David Toledo, der nationale Organisationssekretär, die einhellige Ablehnung der Organisation gegenüber einem bilateralen Finanzierungsmodell zwischen dem Staat und Katalonien.
Worum es geht (TL;DR)
- Coalición Canaria lehnt bilaterales Finanzierungsmodell zwischen Staat und Katalonien ab.
- Kanaren erhalten laut PSOE-Vorschlag 611 statt 950 Millionen Euro Finanzierung.
- CPN fordert Einheit des kanarischen Nationalismus zur Sicherung der Archipel-Finanzierung.
Toledo erklärte, es handle sich offenbar um eine Ankündigung mit vielen Schlagzeilen, aber wenig Substanz. Ein neues Finanzierungsmodell müsse durch den Consejo de Política Fiscal y Financiera, der erst am 14. Januar tage, dann durch den Ministerrat und schließlich durch den Kongress und den Senat.
Kanaren fordern gerechte Finanzierung vom Staat
Toledo warnte, dass die vom PSOE vorgeschlagenen Finanzierungszahlen für die Kanaren besorgniserregend seien. Von den angekündigten 20.975 Millionen Euro würden dem Archipel nur 611 Millionen zugewiesen, obwohl ihm aufgrund der Bevölkerungszahl über 950 Millionen zustünden. Dies bedeute einen Verlust von fast 400 Millionen Euro. Er betonte, es gehe nicht um zusätzliche Ressourcen, sondern um das, was den Kanaren zustehe. Der PSOE werde auf Widerstand stoßen, wenn es um die Verteidigung der Interessen der Inseln gehe.
Toledo kritisierte, dass eine Finanzierung nach dem Prinzip der Ordinalität, wie sie der PSOE verteidige, den verfassungsmäßigen Solidaritätsprinzipien widerspreche. Wenn derjenige, der mehr erwirtschafte, auch mehr erhalte, werde das Prinzip der Umverteilung und territorialen Kohäsion verletzt.
Einheit des kanarischen Nationalismus gefordert
Der CPN betonte, dass diese Debatte nicht um politische Ideologien gehe, sondern um die Interessen der Kanaren. Er rief zur Einheit des kanarischen Nationalismus auf, um die zukünftige Finanzierung des Archipels zu sichern.
Der CPN diskutierte auch die Situation der etwa 70.000 Kanarier und ihrer Nachkommen in Venezuela. Toledo äußerte Besorgnis über deren Lage und forderte, alle notwendigen Anstrengungen zu unternehmen, um die sozialen und gesundheitlichen Programme der kanarischen Regierung in Venezuela fortzusetzen.
Außerdem analysierte der CPN die Arbeitsagenda der nächsten Monate, die von der Initiative "Canarias te necesita" geprägt ist. Am Donnerstag, dem 15. Januar, findet auf Gran Canaria eine neue Sitzung statt, um das Migrationsphänomen umfassend zu diskutieren.











