Das Parlament der Kanarischen Inseln hat Radiotelevisión Canaria (RTVC) aufgefordert, aktiv gegen Desinformation und Hassreden gegenüber Migranten vorzugehen. Die Initiative verteidigte die Abgeordnete Jana González von der CC und nannte die Partei Vox als Beispiel für solche Hassreden und Desinformation. Ein Vertreter von Vox hatte kürzlich in einer Parlamentskommission versucht, Einwanderung und Kriminalität zu verknüpfen, was die Staatsanwaltschaft der Kanaren widerlegte.
Worum es geht (TL;DR)
- Das kanarische Parlament fordert RTVC auf, gegen Desinformation und Hassreden gegenüber Migranten vorzugehen.
- Der öffentliche Sender soll Kampagnen und Formate zur Realität der Migration produzieren.
- Alle Parteien außer Vox unterstützten den Antrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts.
In dem von allen Gruppen außer Vox unterstützten Antrag wird RTVC aufgefordert, zur Bekämpfung von Desinformation und Hassreden beizutragen und in ihren Informationssendungen die Menschenrechte zu verteidigen.
Der öffentliche Sender soll zudem Sensibilisierungskampagnen fördern, die Zusammenleben, Solidarität und Respekt gegenüber Migranten stärken.
Informationsformate zur Realität der Migration
RTVC soll auch Informations- und Analyseformate produzieren und ausstrahlen, die die Realität der Migrationsprozesse auf den Kanaren sichtbar machen.
Das Parlament schlägt vor, Zeugnisse von Migranten einzubeziehen und die Arbeit sozialer Einrichtungen, die diese unterstützen, bekannt zu machen.
Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt auf dem Archipel zu stärken, Falschmeldungen und Hassbotschaften zu bekämpfen und die Integration sowie den Respekt für die Rechte aller Menschen zu fördern.
Nira Fierro von der PSOE unterstützte die Initiative, wies jedoch darauf hin, dass der Kampf gegen Hass auch bedeutet, nicht mit denen zu paktieren, die ihn fördern. Sie kritisierte den kanarischen Präsidenten Fernando Clavijo für dessen Umgang mit pseudomedialen Plattformen.
Carmen Hernández von Nueva Canarias erklärte, dass die beste Methode, um rassistische "Entgleisungen" zu stoppen, darin bestehe, nicht mit Vox zu kooperieren und sie auszuschließen.
Paula Jover von Vox rechtfertigte das Nein ihrer Partei mit der Begründung, das Parlament verletze die Meinungsfreiheit ihrer Abgeordneten und solle keine Anweisungen an einen öffentlichen Sender geben.











