Amado Vizcaíno von der Coalición Canaria hat den Bürgermeister von Tías, José Juan Cruz, für dessen Politik scharf kritisiert. Vizcaíno forderte den Bürgermeister auf, sich stärker an den Bedürfnissen der Einwohner zu orientieren und nicht einzelne Interessengruppen zu bevorzugen.
Der Oppositionssprecher bemängelte insbesondere das Vorhaben, das ehemalige Minigolf-Gelände des Hotels San Antonio nicht als öffentlichen Raum, sondern als exklusives Privatprojekt mit Bar und Pool zu entwickeln. „Am Ende müssen sich die Nachbarn fast verschulden, um dort ein einfaches Erfrischungsgetränk zu genießen“, sagte Vizcaíno.
Streit um Stadtentwicklung auf Lanzarote
Vizcaíno erinnerte daran, dass bereits der einzige Spielplatz neben dem ehemaligen Bar El Mirador in Playa Grande verschwunden sei. Dort stünden heute lediglich Tische und Stühle. Er warf dem Bürgermeister vor, vor allem die Interessen weniger Freunde zu bedienen und das Gemeinwohl der Einwohner zu vernachlässigen.
Der Politiker warf Cruz zudem vor, das Modernisierungsprogramm für Puerto del Carmen mit neuen Hotels und Unterkünften voranzutreiben, während der allgemeine Stadtentwicklungsplan von Tías weiter auf Eis liege. Dieser Plan könnte den Bau dringend benötigter Wohnungen ermöglichen. „Der Wohnungsmangel ist derzeit das größte Problem für die Einwohner. Mehr Hotels verschärfen die Lage nur“, betonte Vizcaíno.
Wohnungsnot und fehlende Infrastruktur in Tías
Vizcaíno forderte den Bürgermeister auf, keine Luxus-Bars mit öffentlichen Mitteln zu fördern und sich stattdessen auf lang überfällige Projekte wie die Kindertagesstätte in Puerto del Carmen, Tennisplätze, das Kulturzentrum oder die Musikschule zu konzentrieren. Zudem sei das städtische Schwimmbad in Tías seit 2011 geschlossen. „Vielleicht wäre es nach so vielen Jahren realistischer, es in ein Aquarium umzuwandeln“, kommentierte Vizcaíno sarkastisch.





