Fernando Clavijo, Präsident der Kanarischen Inseln, hat das Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten als "besorgniserregend" bezeichnet. Noch bedrohlicher sei die mögliche Abschaffung des POSEI-Programms. Diese Kombination könnte laut Clavijo fatale Folgen für den primären Sektor der Inseln haben.
Worum es geht (TL;DR)
- Clavijo kritisiert EU-Mercosur-Abkommen als unfaire Konkurrenz für kanarische Landwirte.
- Abschaffung des POSEI-Programms ab 2028 bedroht die Agrarwirtschaft der Inseln.
- Kombination beider Maßnahmen könnte Landwirtschaft und Ernährungssouveränität der Kanaren zerstören.
In Agaete erklärte Clavijo, dass das Handelsabkommen mit den Mercosur-Ländern (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) eine "unfaire Konkurrenz" für lokale Produzenten darstelle. Diese müssten strenge Anforderungen an Rückverfolgbarkeit und Lebensmittelsicherheit erfüllen, von denen Drittstaaten ausgenommen seien.
Größere Besorgnis äußerte Clavijo über den Entwurf des mehrjährigen Finanzrahmens der EU ab 2028, der die Abschaffung des Programms für spezifische Optionen wegen der Abgelegenheit und Insularität (POSEI) vorsieht.
Bedrohung für die kanarische Landwirtschaft
Clavijo betonte, dass die Kombination dieser Maßnahmen faktisch das Ende der Landwirtschaft auf den Kanaren bedeuten würde. Er warnte vor dem Verlust eines Teils der Identität und der Ernährungssouveränität der Inseln. Ohne landwirtschaftliche Arbeit könnte sich zudem die Landschaft radikal verändern.











