Lanzarote spricht über den Karnevalsumzug in Arrecife, den Streit um das Hospital Insular und den Ärztestreik sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Arrecife hat den Gran Coso mit Tausenden Besuchern gefeiert
Arrecife hat den Gran Coso des Karnevals mit einem großen Umzug gefeiert. Tausende Menschen säumten die Strecke von der Rotunde der Cruz Roja bis zur Avenida de Naos, die Stadtverwaltung unter Leitung von Echedey Eugenio setzte damit einen Höhepunkt des Programms.
Der Zug startete um 18 Uhr und verzichtete zunächst auf laute Musik, damit auch Menschen mit besonderen sensorischen Bedürfnissen teilnehmen konnten. Es gab Bereiche für Personen mit eingeschränkter Mobilität und Senioren, zudem fuhren 29 Wagen mit, davon 19 im Wettbewerb.
Arrecife hat den Karneval mit Kinderprogramm und Sardinenbegräbnis fortgesetzt
Arrecife hat die nächsten Programmpunkte für den Karneval angekündigt. Am Dienstag begann der Kinderkarneval um 12 Uhr auf dem Messegelände, am Abend folgten ein traditioneller Pasacalles am Charco de San Ginés und ein Konzert.
Die Feierlichkeiten enden am Aschermittwoch mit dem Begräbnis der Sardine, das um 18 Uhr am Rathaus startet. Der Zug führte zur Playa del Reducto, dort wird die Sardine verbrannt und der Karneval abgeschlossen.
Yoné Caraballo hat Transparenz zur Zukunft des Hospital Insular verlangt
Yoné Caraballo hat Inselpräsident Oswaldo Betancort aufgefordert, sich nicht hinter Pedro San Ginés zu verstecken. Caraballo erinnerte daran, er habe Betancort zu einem offenen Dialog über das Pflegemodell auf Lanzarote herausgefordert, nachdem ein Gesetzesantrag zum Schutz des Hospital Insular scheiterte.
Caraballo sagte, Coalición Canaria und Partido Popular hätten den Antrag abgelehnt, Betancort habe an der Debatte als Abgeordneter nicht teilgenommen. Er forderte eine öffentliche, politisch verantwortliche Diskussion, damit das Krankenhaus nicht weiter politisiert wird.
Ärzte haben sich auf Lanzarote am Streik gegen Reformpläne beteiligt
Ärzte haben sich auf Lanzarote an der nationalen Streikbewegung gegen die Reform des Statuto Marco beteiligt. Von 213 streikberechtigten Fachkräften auf der Insel legten 22 die Arbeit nieder, das entsprach 10,33 Prozent, wie es aus den Daten des Servicio Canario de la Salud hervorging.
Der Ärzteverband CESM Canarias erklärte, auch die fehlende Sensibilität der Regionalregierung habe den Protest befeuert, weil die Gewerkschaft ein eigenes Statut fordert. Genannt wurden unter anderem bessere Karrierebedingungen, ein offener Transfer ab Januar 2026 und höhere Vergütung für Bereitschaftsdienste.
Die Kanaren-Regierung hat eine Untersuchung zu KI-Nacktbildern auf X gefordert
Die spanische Regierung hat eine Untersuchung zu KI-generierten Nacktbildern auf der Plattform X angekündigt. Regierungssprecherin Elma Saiz sagte nach der Kabinettssitzung, das Ministerium für Präsidentschaft, Justiz und Beziehungen zu den Cortes werde die Generalstaatsanwaltschaft um Prüfung möglicher Straftaten digitaler sexueller Gewalt bitten.
Das Ministerium für Jugend und Kindheit berichtete, die KI von X habe in elf Tagen mehr als 3 Millionen Nacktfotos erzeugt, darunter 23.000 von Kindern. Die Regierung berief sich auf Artikel 8 des Statuts der Staatsanwaltschaft und nannte auch Meta und TikTok im Zusammenhang mit Erstellung und Verbreitung.
Die Kanaren haben beim Mindestlohn-Anstieg besonders viele Begünstigte gemeldet
Ángel Víctor Torres hat den Mindestlohn-Anstieg als besonders wichtig für die Kanaren bezeichnet. Der Minister für Territorialpolitik erklärte, der Archipel habe den höchsten Anteil an Beschäftigten, die von der Erhöhung profitieren, und nannte die Maßnahme sozial gerecht.
Die Regierung erhöhte den Mindestlohn um 3,1 Prozent auf 1.221 Euro monatlich, die Anpassung gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2026. Laut Torres profitieren 191.400 Menschen auf den Kanarischen Inseln, das entsprach 21 Prozent der Arbeitnehmer, und damit mehr als in jeder anderen Region.
Die irregulären Migrantenankünfte auf den Kanaren sind bis Mitte Februar stark gesunken
Das Innenministerium hat einen deutlichen Rückgang irregulärer Ankünfte auf den Kanaren gemeldet. Bis zum 15. Februar 2026 kamen 1.194 Menschen an, im Vorjahreszeitraum waren es 6.662, das entsprach einem Minus von 82 Prozent.
In diesem Jahr erreichten zehn Boote die Kanarischen Inseln, im Vorjahr waren es 101, was einem Rückgang von 90,1 Prozent entsprach. Spanienweit sanken die Ankünfte ebenfalls, während Ceuta und Melilla auf dem Landweg deutlich höhere Zahlen verzeichneten.






