Lanzarote ordnet seine Wasserversorgung neu, fördert den Taxisektor und verzeichnet weniger ausländische Touristen. Dazu kommen positive Nachrichten vom Arbeitsmarkt und neue Hilfen für Selbstständige.
Lanzarote übernimmt Wasserdienst nach Vertragsende mit Canal Gestión
Inselpräsident Oswaldo Betancort hat den Vertrag mit Canal Gestión beendet und den Wasserdienst in eigene Regie übernommen. Als Grund nannte er ständige Ausfälle und ein in schlechtem Zustand übernommenes System. Vertreter des Konsortiums und des Unternehmens vollzogen die Übergabe am Morgen; Betancort lobte dabei die Kooperationsbereitschaft beider Seiten.
Das Konsortium übernimmt die Beschäftigten von Canal Gestión – kein Arbeitsplatz soll verloren gehen. Domingo Cejas soll die Leitung übernehmen und von einem interdisziplinären Team unterstützt werden. Betancort ordnete zudem an, laufende Ausschreibungen zu prüfen, besonders bei der Stromversorgung, und verwies dabei auf erneuerbare Energien.
Öffentliche Lösung und Investitionen ins Wassernetz geplant
Betancort kündigte Investitionen an, um Wasserverluste zu senken und die Effizienz zu steigern. Die Entsalzung solle langfristig gesichert werden. Er betonte, er suche keine Feindschaften, sondern Lösungen für das Wasserproblem auf Lanzarote.
Schwere Vertragsverletzungen hätten zur Auflösung geführt; ein Bericht des Consejo Consultivo habe die Entscheidung des Konsortiums bestätigt. Vor Ende der Legislaturperiode soll das Wassersystem vollständig in öffentlicher Hand sein. Die Einbindung von Canal Gestión im Jahr 2013 sei damals von allen Parteien mitgetragen worden, habe sich aber als nicht nachhaltig erwiesen.
Neue Förderlinien für Taxis und Mobilität auf Lanzarote
Der Regierungsrat der Inselverwaltung hat die Richtlinien für Mobilitäts-Subventionen auf Lanzarote und La Graciosa geändert. Sechs Förderlinien wurden eingerichtet, davon drei speziell für Taxis: für Fahrzeuge für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, für effizientere Fahrzeuge sowie für Ausstattung, Spezialisierung oder Modernisierung.
Verkehrs- und Mobilitätsrat Miguel Ángel Jiménez erklärte, die Änderungen sollten Fachleute stärker unterstützen und wirtschaftliche Schwierigkeiten im Sektor abmildern. Die Fördersummen sollen steigen; Anträge sind nach Veröffentlichung im Amtsblatt der Provinz möglich.
Kanaren verzeichnen im April 8,3 Prozent weniger ausländische Touristen
Im April besuchten 1.214.347 ausländische Touristen die Kanaren – 8,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das Nationale Statistikinstitut meldete zugleich einen Umsatzrückgang um 6,8 Prozent auf 1.796 Millionen Euro. Seit März 2021 war es der erste signifikante Rückgang dieser Art.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank um 6,1 Prozent auf 8,1 Nächte. Die Pro-Kopf-Ausgaben stiegen dagegen auf 1.497 Euro, die Tagesausgaben auf 182 Euro. Im bisherigen Jahresverlauf stagniert die Zahl ausländischer Besucher im Vergleich zum Rekordjahr 2025 nahezu.
Arbeitslosigkeit auf den Kanaren auf bestem Stand seit 2007
Im Mai meldete die kanarische Regierung weniger als 145.000 Arbeitslose. Vizearbeitsministerin Isabel León erklärte, die Zahl sei um 763 auf 144.598 gesunken und erreiche damit den besten Stand seit Dezember 2007. Die Langzeitarbeitslosigkeit fiel mit 63.625 Personen auf den niedrigsten Wert seit 2009.
In allen Altersgruppen ging die Arbeitslosigkeit zurück, besonders bei den über 45-Jährigen. Generaldirektor José Ramón Rodríguez sagte, der Trend spiegele einen aktiven Arbeitsmarkt, vor allem im Bau und im Dienstleistungsbereich, trotz punktueller Anpassungen in Gastronomie und Handel.
Mehr Beitragszahler in der Sozialversicherung auf den Kanaren
Im Mai registrierten die Kanaren 1.076 neue Mitglieder in der Sozialversicherung. Die Zahl der Beitragszahler stieg auf 963.972, ein Plus von 0,11 Prozent. Im Jahresvergleich entspricht das einem Zuwachs von 25.804 Personen.
In der Provinz Las Palmas stieg der Wert um 472 auf 502.720, in Santa Cruz de Tenerife um 603 auf 461.252. Ende Mai 2026 waren auf den Kanaren 818 Beschäftigte in Kurzarbeit, davon 752 mit vollständiger und 66 mit teilweiser Aussetzung der Tätigkeit.
Kanaren erstatten Selbstständigen Beiträge bei Arbeitsunfähigkeit
Vizepräsident Manuel Domínguez hat eine neue Maßnahme des Plan Respaldo Autónomos vorgestellt. Die Region erstattet Sozialversicherungsbeiträge in den ersten zwei Monaten der Arbeitsunfähigkeit rückwirkend ab dem 1. Januar – bis zu 700 Euro pro Person. Dafür stehen 600.000 Euro bereit.
Das Programm wurde im Boletín Oficial de Canarias veröffentlicht; die Hilfe wird nach Reihenfolge der Anträge gewährt. Domínguez erklärte, sie gelte für Selbstständige ohne Angestellte, außer bei schwerer Krankheit. Voraussetzungen sind unter anderem steuerlicher Wohnsitz und Tätigkeit auf den Kanaren.
Mehr als 10.700 Schüler starten PAU-Prüfungen auf den Kanaren
Mehr als 10.700 Schüler haben sich für die Universitätszugangsprüfungen PAU angemeldet, die am Dienstag begannen. Insgesamt wurden 10.742 Teilnehmer registriert: 5.458 an der Universität von La Laguna und 5.284 an der Universität von Las Palmas de Gran Canaria.
Vizepräsident Manuel Domínguez hob hervor, neue Prüfungsorte hätten sich bewährt, weil sie weite Wege ersparten. Die Dezentralisierung helfe den Schülern, sich in der stressigen Prüfungsphase besser zu konzentrieren.






