Lanzarote spricht über die Verlängerung des Wassernotstands, politische Turbulenzen in Teguise und neue Pläne für Sozialdienste sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Wassernotstand auf Lanzarote um sechs Monate verlängert
Der Wasserverband hat den Wassernotstand für Lanzarote und La Graciosa um sechs Monate verlängert. Der Rat stützte die Entscheidung auf Berichte, die eine strukturelle Verwundbarkeit im Wasserkreislauf beschrieben, etwa durch die Abhängigkeit von Entsalzung, Systemanfälligkeiten und hohe Netzverluste.
Cabildo-Präsident Oswaldo Betancort erklärte, technische Kriterien hätten den Ausschlag gegeben, um die Versorgung zu sichern und begonnene Verbesserungen zu festigen. Die Verlängerung erhielt 19 Stimmen, drei Mitglieder stimmten dagegen, eine Person enthielt sich. Für Infrastrukturprojekte standen 43 Millionen Euro im Raum.
Rücktritt in Teguise verschärft Spannungen in der Koalition
Alejandro Ramírez Doblado hat seine Ämter für Sport und Bürgerbeteiligung in Teguise niedergelegt und die Koalition aus Coalición Canaria und Partido Popular verlassen. Der PP-Politiker sagte, er habe seit 2023 in seinen Bereichen zahlreiche Hindernisse erlebt und kritisierte mangelnden Respekt gegenüber Vereinen und Sportlern.
Ramírez nannte keine Verantwortlichen, sprach aber von Blockaden innerhalb der Koalition. Die geplante Reduzierung von Personal im Sportbereich sei der Auslöser gewesen. Er sagte, er bleibe dem Partido Popular treu, habe die Parteiführung auf Lanzarote um Ástrid Pérez informiert und denke nicht an ein Misstrauensvotum.
Sozialdienste auf Lanzarote melden kürzere Wartezeiten
Cabildo und Kanaren-Regierung haben das Abhängigkeitsabkommen 2025 bis 2028 vorgestellt und die Warteliste bei Abhängigkeit und Behinderung mit 350 Fällen beziffert. Dulce Gutiérrez, Generaldirektorin für Behinderung der Regionalregierung, sagte, die Anträge lägen innerhalb der gesetzlichen Frist von sechs Monaten.
Sozialrat Marci Acuña erklärte, er habe 2023 eine prekäre Lage mit teils dreijährigen Wartezeiten vorgefunden. Sozialministerin Candelaria Delgado sagte, vier Teams seien geschaffen worden, und Mitarbeiter des Cabildo könnten ab dieser Woche auf Akten des Kanarischen Gesundheitsdienstes zugreifen. Betancort nannte 25 Millionen Euro für das Abkommen.
PSOE verteidigt das Hospital Insular auf Lanzarote
Der PSOE hat vor dem Hospital Insular den Erhalt des Gesundheitszentrums gefordert und vor einem schleichenden Abbau gewarnt. Sabina Vizcaíno, insulare Gesundheitssekretärin der Sozialisten auf Lanzarote, bezeichnete das Haus als zentral für ältere Menschen, chronisch Kranke und die sozialmedizinische Versorgung.
Vizcaíno sagte, es gebe kein definiertes Projekt und keine klare Planung, die Dienste und Standort absicherten. Diese Unklarheit habe bei Fachpersonal, Patienten und Familien Besorgnis ausgelöst. Der PSOE rief Bürger zur Beteiligung auf und erklärte, Entscheidungen dürften nicht im Stillen und ohne Budget getroffen werden.
Policía Nacional fasst Verdächtigen nach Brand in Arrecife
Die Policía Nacional hat einen 20-Jährigen festgenommen, der im Dezember ein bewohntes Gebäude in Arrecife angezündet haben soll. Die Polizei teilte mit, der Mann sei beim Diebstahl eines Handys entdeckt worden und habe das Opfer mit einem Holzbrett verletzt sowie mit einem Messer angegriffen.
Danach habe er Feuer gelegt, das sich wegen gelagerter Gegenstände rasch ausbreitete. Zwei Menschen, die dort übernachteten, konnten nicht fliehen und wurden mit Leitern gerettet. Der Verdächtige sei nach Playa Blanca geflohen, dort lokalisiert und am 27. Januar festgenommen worden.
Zwei 20-Jährige nach Straßenraub in Arrecife festgenommen
Die Policía Nacional hat in Arrecife zwei 20-jährige Männer festgenommen, die wegen mehrerer Delikte vorbestraft sein sollen. Nach Angaben der Jefatura Superior de Canarias ermittelte die Polizei nach Anzeigen, Täterbeschreibungen und der Auswertung von Überwachungskameras.
In einem Fall stieß einer der Verdächtigen ein Opfer zu Boden und raubte dessen Mobiltelefon, das Opfer erlitt Verletzungen. In einem weiteren Vorfall hielten beide einen Mann fest, einer setzte einen Würgegriff an, während der andere versuchte, das Handy zu stehlen. Einer der Festgenommenen kam in Untersuchungshaft.
Oberster Gerichtshof setzt Prozess gegen Pedro San Ginés an
Der Oberste Gerichtshof hat den Prozess gegen Pedro San Ginés für den 12. März angesetzt. San Ginés war früher Präsident der Inselverwaltung von Lanzarote und ist seit Juli 2023 Senator, weshalb der Fall von Arrecife nach Madrid abgegeben werden musste.
Die Staatsanwaltschaft forderte eineinhalb Jahre Haft wegen mutmaßlicher falscher Zeugenaussage und falscher Anschuldigung sowie 4.050 Euro Geldstrafe. Grundlage war eine Anzeige der Familie des verstorbenen Unternehmers Antonio González, dessen Firma Climafrical in einen später eingestellten Korruptionsfall verwickelt war. San Ginés erklärte, er sehe dem Prozess gelassen entgegen.
Kirchliche Kulturgüter auf Lanzarote erhalten Restaurierungszusage
Die gemeinsame Kommission von Kirche und Verwaltungen hat Restaurierungen in der Diözese Canarias genehmigt, darunter zwei Projekte auf Lanzarote. Bewilligt wurden die Restaurierung der Glocken der Kirche Nuestra Señora de los Dolores in Tinajo sowie die Sanierung der Ermita San Juan Bautista de Soo in Teguise.
Die von der Diözese Canarias geförderten Maßnahmen summierten sich auf 224.815 Euro. Insgesamt genehmigte die Kommission 29 Restaurierungen auf den Kanarischen Inseln im Wert von 1.049.593 Euro. Die Runde koordinierte laut Regionalregierung die Verwaltung kirchlichen Erbes, das rund ein Viertel der Kulturgüter im Archipel ausmachte.











