Die Frau, die wegen Mordes an einem Mann in Arona (Teneriffa) im Juni 2024 angeklagt war, hat eine Haftstrafe von 15 Jahren akzeptiert. Zudem zahlt sie 300.000 Euro an die Erben des Verstorbenen. Dies ist der erste derartige Fall auf den Kanarischen Inseln. Die Angeklagte sollte nächste Woche vor einem Geschworenengericht stehen. Erstmals kam auf den Kanaren das seit dem 3. April geltende Gesetz zur Effizienz der Justiz zur Anwendung, wie das Oberste Gericht der Kanarischen Inseln am Freitag mitteilte.
Worum es geht (TL;DR)
- Angeklagte akzeptiert 15 Jahre Haft und zahlt 300.000 Euro an Erben des Opfers.
- Erstmals auf den Kanaren Einvernehmen in Mordfall nach neuem Justizeffizienzgesetz.
- Brasilianerin tötete Mann in Los Cristianos im Juni 2024 mit Messer.
Die Frau, N.C., stammt aus Brasilien und sitzt seit Juni 2024 in Untersuchungshaft. Die Verhandlung sollte nächste Woche stattfinden.
Vor der Bildung des Geschworenengerichts teilte die Staatsanwaltschaft dem Gericht mit, dass ein Einvernehmen zwischen den Parteien besteht.
Das vorgelegte Einverständnisschreiben hält im Wesentlichen die von der Anklage vorgebrachten Fakten aufrecht. Es qualifiziert die Tat als Mord und sieht N.C. als Täterin, für die eine 15-jährige Haftstrafe gefordert wird.
Erstmals Einvernehmen in Mordfall auf den Kanaren
Da die Verteidigung der Angeklagten den Anklagepunkten und den straf- und zivilrechtlichen Folgen zustimmte, war eine Gerichtsverhandlung nicht mehr nötig.
Es wurde festgelegt, dass die Angeklagte als zivilrechtliche Verantwortung 300.000 Euro an die Erben des Opfers zahlen muss. Eine teilweise Strafminderung durch Ausweisung ist nicht vorgesehen.
Als erwiesen gilt, dass die Angeklagte aus unbekannten Gründen mit der Absicht, das Opfer zu töten, ein 17 Zentimeter langes Messer benutzte, um es überraschend anzugreifen. Der Angriff fand in einer Straße von Los Cristianos statt und führte zum sofortigen Tod des Opfers.











