Lanzarote beschäftigt sich mit der neuen Notfall-App Aceslan, der Plus-Ultra-Affäre mit Inselbezug und den neuen Concilia-Hilfen für Selbstständige.
Notfall-App Aceslan ermöglicht Meldungen in Echtzeit
Der Consorcio de Seguridad y Emergencias hat die App Aceslan vorgestellt. Das Projekt entstand gemeinsam mit Studierenden des FP-Zentrums Zonzamas und soll die Digitalisierung von Sicherheits- und Notfalldiensten vorantreiben. Nutzer können Vorfälle mit Foto und Geolokalisierung melden, was Reaktionszeiten verkürzen und die Koordination der Einsatzkräfte verbessern soll.
Die Anwendung dient zudem als offizieller Kanal für Warnungen, Empfehlungen und institutionelle Nachrichten sowie für einen Chatkontakt. In einer Pilotphase testeten Zivilschutzgruppen auf Lanzarote die App und gaben Rückmeldungen, bevor sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll.
Plus-Ultra-Affäre: Lanzarote-Bezug verschärft politischen Streit
PP-Regionalchef Manuel Domínguez hat Neuwahlen gefordert und die Kanaren erneut mit einem mutmaßlichen PSOE-nahen Korruptionsfall in Verbindung gebracht. Er verwies auf den Lanzaroteño Manuel Fajardo García, Sohn des PSOE-Senators Manuel Fajardo Palarea, den Richter José Luis Calama als Vermittler in einer organisierten Struktur illegaler Einflussnahme genannt hatte.
Kanaren-Präsident Fernando Clavijo von Coalición Canaria verlangte politische Aufklärung zur Anklage gegen Ex-Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero und pochte zugleich auf Respekt für Justiz und Unschuldsvermutung. In Madrid verteidigten Regierung und PSOE Zapatero im Kongress, während PP-Chef Alberto Núñez Feijóo ein Misstrauensvotum erwog, aber auf fehlende Mehrheiten verwies.
Concilia-Programm: Neue Hilfen für Selbstständige auf den Kanaren
Die Regionalregierung hat das Programm Concilia für Selbstständige geöffnet. Vizepräsident Manuel Domínguez erklärte, die Hilfen sollten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern – durch Vertretungen bei Mutterschaft, Vaterschaft oder Adoption sowie Unterstützung bei der Betreuung von Kindern, älteren Menschen oder Pflegebedürftigen.
Die Förderung gilt für Selbstständige auf den Kanarischen Inseln und umfasst drei Linien mit Zuschüssen bis zu 8.800 Euro, in bestimmten Fällen bis zu 9.000 Euro, sowie eine Kostenbeteiligung an Betreuungsdiensten. Anträge müssen elektronisch gestellt werden und werden nach Eingangsreihenfolge bearbeitet, solange Mittel verfügbar sind.
Arrecife ehrt Physiker Blas Cabrera Felipe
Der Stadtrat von Arrecife hat Blas Cabrera Felipe mit einer Blumengabe am Denkmal im Parque José Ramírez Cerdá geehrt. Bürgermeister Yonathan de León nahm gemeinsam mit Vertretern des IES Blas Cabrera, der Akademie der Wissenschaften, Ingenieurwesen und Geisteswissenschaften von Lanzarote sowie der Fernuniversität UNED an der Zeremonie teil.
Roberto Herbón, zweiter stellvertretender Bürgermeister, würdigte Cabrera als prägenden Physiker Spaniens. Die Blascabrerianas-Tagungen in Arrecife erinnern an den 1878 auf Lanzarote geborenen Wissenschaftler, der als Magnetismus-Forscher und Autor zur Relativitätstheorie bekannt wurde und 1923 Albert Einstein in Madrid empfangen hatte.
LIIC-Halbfinale: Costa Teguise gewinnt erstes Spiel
Costa Teguise von CB La Villa hat das erste Halbfinalspiel der interinsularen Liga LIIC gegen das Sub22-Team des Clubs mit 80:68 gewonnen. Enrique Pérez erzielte für die U22 trotz der Niederlage 36 Punkte; bei den Senioren führten Gregory Montilla mit 19 und Ángel González mit 18 Punkten.
Das zweite Spiel soll am Dienstag, 26. Mai, erneut im Pabellón des IES Blas Cabrera stattfinden. In der anderen Halbfinalserie stehen sich CB Maramajo und Muka Muka gegenüber.
Kanaren-Parlament: Stipendien für Afrikaner und EU-Hilfen für ländliche Regionen
Die Regierungsbeauftragte für Universitäten, Wissenschaft, Innovation und Kultur, Migdalia Machín, hat im Parlament Stipendien für afrikanische Studierende verteidigt. Bildung fördere Entwicklung und könne Migration mindern, sagte sie. Vox-Abgeordneter Nicasio Galván kritisierte die 230.000 Euro aus einem 10-Millionen-Euro-Programm als Verschwendung.
Parlamentspräsidentin Astrid Pérez sprach zudem in Trient bei europäischen Treffen über Entvölkerung und die Probleme von Binnen- und Bergregionen. Sie forderte weniger Bürokratie, bessere Koordination und eine Finanzierung, die die besonderen Bedingungen abgelegener Regionen wie der Kanarischen Inseln stärker berücksichtigt.



