Die Coalición Canaria (CC) Tías hat den sozialistischen Bürgermeister José Juan Cruz aufgefordert, die Bürger nicht länger über den neuen Plan zur Modernisierung, Verbesserung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit (PMM) von Puerto del Carmen zu täuschen. Der nationalistische Gemeindesprecher Amado Vizcaíno erklärte, das Dokument widerlege die Behauptungen des Bürgermeisters, der öffentlich versichert habe, der Plan sehe keine neuen Hotelinfrastrukturen vor.
Worum es geht (TL;DR)
- CC Tías wirft Bürgermeister Cruz vor, den PMM-Plan für Puerto del Carmen zu beschönigen.
- Der Plan sieht Umwandlung von Wohngebieten in touristische Nutzungen vor, obwohl dies verboten ist.
- CC fordert Nutzung eines kommunalen Grundstücks in der Calle Reina Sofía für ein Gesundheitszentrum.
Vizcaíno betonte, dass im dritten Band des Modernisierungsplans, insbesondere im Abschnitt 3.1, deutlich werde, dass die sozialistische Regierung Nutzungsänderungen von geschütztem Wohnraum hin zu touristischen Nutzungen fördere, obwohl dies im aktuellen Plan ausdrücklich verboten sei.
CC Tías kritisierte, dass der Plan, der eigentlich zur Modernisierung touristischer Infrastrukturen dienen solle, tatsächlich zur Umwandlung von Wohngebieten in touristische Nutzungen verwendet werde. Geplant seien mindestens fünf neue Unterkunftsinfrastrukturen oder Erweiterungen bestehender Anlagen in La Tiñosa, wo das Land seit 2005 ausschließlich für Wohnzwecke vorgesehen sei.
Geplante Änderungen in Puerto del Carmen sorgen für Kritik
Zu den geplanten Maßnahmen gehöre die Erweiterung des Hotels La Isla y El Mar auf einem derzeit als Wohngebiet ausgewiesenen Grundstück und die Errichtung eines Stadthotels in der Calle Teide, wo touristische Nutzung verboten sei. Auch in den Straßen Roque Nublo, Bajamar oder Salinas seien neue Beherbergungsbetriebe geplant, indem die touristische Nutzung als alternative Nutzung eingeführt werde, was eine Erhöhung der Bebaubarkeit und der Gebäudehöhe umfasse.
Vizcaíno hob hervor, dass jede dieser Maßnahmen anerkenne, dass die touristische Nutzung verboten sei und eine Nutzungsänderung erfordere, was die Aussagen des Bürgermeisters widerlege. CC Tías kritisierte zudem, dass der Plan auch Änderungen bei öffentlichen Nutzungen vorsehe, indem Wohngebiete durch kommerzielle oder touristische Nutzungen ersetzt würden, unter dem Vorwand von Maßnahmen von allgemeinem Interesse.
Besonders gravierend sei die Maßnahme 2, die eine Erhöhung der Bebaubarkeit und der kommerziellen Kapazität durch die Umwandlung von Wohngebieten in kommerzielle Flächen vorsehe. Dies geschehe, um Platz für das Gesundheitszentrum von Puerto del Carmen zu schaffen, auf Kosten von Freiflächen und öffentlichem Straßenraum.
Vizcaíno erinnerte daran, dass die Stadt über ein kommunales Grundstück in der Calle Reina Sofía verfüge, das derzeit für Bildungszwecke genutzt werde. CC habe 2019 dessen Übertragung an die Regierung der Kanarischen Inseln und Umwidmung zu einem Gesundheitsstandort beantragt. Dies sei eine logischere Option, da es sofort verfügbar und zentraler gelegen sei.
Vizcaíno kündigte an, dass CC Tías im nächsten Gemeinderat erneut den Antrag von 2019 stellen werde, das Grundstück in der Calle Reina Sofía für den Bau eines Gesundheitszentrums zu übergeben und umzuwidmen. CC Tías kritisierte die Bestrebungen der PSOE, touristische oder kommerzielle Nutzungen in einem Dokument hinzuzufügen, das ausschließlich Wohnnutzungen zulasse.











