Lanzarote spricht über die Rückführung der Wasserversorgung, Rekordeinnahmen der Red Tributaria und die Wine Run 2026 sowie weitere Entwicklungen.
Wasserverband kündigt Vertrag mit Canal Gestión
Der Wasserverband hat den Vertrag mit Canal Gestión Lanzarote endgültig aufgelöst. Die Generalversammlung beschloss einstimmig, die Zuständigkeiten für Wasserversorgung, Abwasser und Wiederverwendung auf Lanzarote und La Graciosa zurückzuholen, und leitete den Rückführungsprozess zum Konsortium ein.
Die Verwaltung begründete den Schritt mit anhaltenden strukturellen Verstößen und stützte sich auf ein positives Gutachten des kanarischen Beratungsrats. Konsortiumspräsident Oswaldo Betancort beruhigte die Belegschaft und kündigte an, mögliche Schäden juristisch klären zu lassen. Wasserbeauftragter Domingo Cejas nannte technische und rechtliche Gründe als ausschlaggebend.
CC Haría kritisiert Bürgermeister Villalba wegen Abwesenheit
Die CC Haría hat Bürgermeister Alfredo Villalba von der Sozialistischen Partei wegen fehlender Vertretung gerügt. Die Gemeinde Haría blieb als einzige der Generalversammlung des Wasserverbands fern, in der die Vertragsauflösung mit Canal Gestión einstimmig beschlossen wurde.
Die lokale CC-Sekretärin Aroa Revelo erklärte, Haría habe bei einer Entscheidung gefehlt, die Wasserqualität und Versorgung direkt betreffe. Sie erinnerte zudem daran, dass Villalba auch einer Versammlung fernblieb, die mehr als 460.000 Euro für die Reinigung und Instandhaltung mehrerer Schluchten bewilligte.
Red Tributaria Lanzarote erzielt 2025 Rekordeinnahmen
Die Red Tributaria Lanzarote hat 2025 Einnahmen von 71,3 Millionen Euro erzielt – der höchste Wert in der Geschichte des insularen Steuerorgans. Der Jahresbericht des Cabildo verwies zudem auf hohe Zufriedenheitswerte in Arrecife, San Bartolomé, Teguise, Tinajo und Haría.
Der Bericht nannte 98,4 Prozent positive Nutzerbewertungen und eine Termintreue von 93,1 Prozent. Präsidentin María Jesús Tovar lobte das Team und verwies auf wachsende Online-Nutzung, die um 36,23 Prozent auf 317.829 Anfragen stieg. Der Transparenzbeauftragte der Kanaren vergab für 2023 und 2024 die Note zehn.
Wine Run 2026: Sport und Weinkultur in La Geria
Die Inselverwaltung hat die Wine Run und das Wine Festival 2026 als Aushängeschild für La Geria präsentiert. Die 14. Ausgabe fand am 13. und 14. Juni statt und verband Läufe, Trekking, Gastronomie, Weinkultur und Umweltschutz in der geschützten Agrarlandschaft.
Cabildo-Präsident Oswaldo Betancort sagte, die Veranstaltung stärke Identität und das Bild der Insel. Bürgermeister Óscar Noda von Yaiza betonte die Bedeutung für Sport und Primärsektor. Weinratspräsident Jorge Rodríguez und Luis Arráez vom Institut für Lebensmittelqualität der Kanaren hoben den Werbeeffekt für Winzer hervor. Teilnehmer aus mehr als 30 Ländern nahmen teil.
Podemos: Wohnungsnot auf den Kanaren ist größte soziale Notlage
Podemos hat die Wohnungsnot auf den Kanarischen Inseln als größte soziale Notlage bezeichnet. Die regionale Koordinatorin Noemí Santana sagte, steigende Mieten, Ferienwohnungen und fehlende Regulierung hätten viele Haushalte belastet, während der Tourismus Rekorde erreicht habe.
Im Rahmen der Kampagne "La Canarias que merecemos" habe die Partei mit Hunderten Bürgern gesprochen und dabei auch Sorgen um Gesundheit, Bildung, soziale Dienste und den Schutz des Territoriums gehört. Santana erklärte, es fehle weniger an Ressourcen als an politischem Willen, und kündigte an, die Forderungen in künftige Initiativen einfließen zu lassen.
Mieter auf den Kanaren geben 56 Prozent ihres Gehalts für Miete aus
Ein Bericht von InfoJobs und Fotocasa beziffert die Mietbelastung auf den Kanaren für 2025 auf 56 Prozent des Bruttogehalts. Damit lag die Region sechs Prozentpunkte über dem nationalen Durchschnitt; Madrid und Katalonien verzeichneten noch höhere Werte.
Die Daten zeigten, dass die Mieten in Spanien 2025 um 6,9 Prozent stiegen und im Dezember 14,21 Euro pro Quadratmeter erreichten. Fotocasa erklärte, Wohngemeinschaften seien zur Notwendigkeit geworden. InfoJobs verwies auf eine wachsende Lücke zwischen Löhnen und Mieten, die Sparen und Mobilität einschränke.
Kanaren regeln neue Sportschule per Dekret
Die Regionalregierung hat die Escuela Canaria del Deporte per Dekret geregelt. Der Regierungsrat beschloss, dass die Einrichtung die Ausbildung von Trainern und Sporttechnikern außerhalb regulärer Bildungswege fördern und das Sportsystem auf den Kanaren modernisieren soll.
Die Schule untersteht dem Ministerium für Bildung, Berufsbildung, körperliche Aktivität und Sport und soll auch Angebote für Sportarten ermöglichen, die noch keine akademische Anerkennung haben. Ein Webportal soll das nicht regulierte Angebot in den kommenden Tagen bündeln – ohne zusätzliche Ausgaben, da bestehende Ressourcen umstrukturiert werden.
Fahrzeugmarkt auf den Kanaren: Neuzulassungen im Mai deutlich gesunken
Der Fahrzeugmarkt auf den Kanaren hat im Mai 9,95 Prozent weniger Neuzulassungen verzeichnet. Der Verband Fredica meldete 5.943 neu zugelassene Fahrzeuge; seit Jahresbeginn sanken die Verkäufe um 4,83 Prozent auf 29.205 Einheiten.
Besonders stark brach der Mietwagensektor um 65,91 Prozent ein, auch Unternehmen kauften weniger. Der Privatmarkt wuchs dagegen um 19,60 Prozent. Fredica forderte stabile Anreize für die Erneuerung des Fuhrparks. Der Motorradmarkt legte im Mai um 7,18 Prozent zu.
Oberster Gerichtshof bestätigt Verurteilung wegen sexueller Nötigung
Der Oberste Gerichtshof hat die Revision eines Mannes gegen seine Verurteilung abgewiesen. Er bleibt damit rechtskräftig zu sechs Jahren Haft und 2.000 Euro Geldstrafe verurteilt, weil er 2019 in San Miguel de Abona eine 14-Jährige sexuell genötigt hatte.
Das Gericht erklärte, die Argumente seien eine Wiederholung bereits geprüfter Einwände, und bewertete die Aussage des Mädchens als konsistent und glaubwürdig. Antonio Doreste, ehemaliger Präsident des Obersten Gerichtshofs der Kanaren, legte ein Sondervotum zugunsten eines Freispruchs vor. Angewandt wurde das seit 2022 geltende Gesetz zur umfassenden sexuellen Gewährleistung, da es günstiger war.
Tías startet Gastronomie-Messe zu den Fiestas de San Antonio
Die Stadtverwaltung von Tías hat die III Feria Gastronómica der Fiestas de San Antonio gemeinsam mit dem Sporting Tías Club organisiert. Bürgermeister José Juan Cruz stellte das Programm zusammen mit Fiestas-Rätin Miriam Hernández und Sport-Rat Ismael Cruz vor.
Die Messe begann am Freitag um 18 Uhr mit Ständen für Essen und Getränke sowie Musik und Zumba. Am Samstag lief das Programm mit weiteren Ständen, Kinderangeboten und Auftritten fort – darunter DJ Ludo sowie die Gruppen Alegranza, Planeta Dance und Tabayba Band.
Regidor und Mesa holen bei der Baja Lorca Platz zwei
Julián Regidor und Dani Mesa haben bei der Baja Lorca in der Kategorie T1 den zweiten Platz belegt. Das Duo führte im Ford Ranger lange, fiel aber nach einem Problem mit der Benzinpumpe in der letzten Etappe zurück.
Co-Pilot Dani Mesa sammelte damit zum zweiten Mal in Folge Punkte in der spanischen Rallye TT-Meisterschaft. Er sagte, das Team habe das Tempo für den Sieg gehabt, doch Hitze, Staub und der Defekt hätten den Erfolg verhindert.
Joyce Carol Oates: Neuer Roman "El señor Fox" sorgt für Diskussionen
Joyce Carol Oates hat mit ihrem Roman "El señor Fox" Aufmerksamkeit erzeugt. Die 715 Seiten starke Erzählung erschien bei Alfaguara und schildert die Geschichte des Englischlehrers Francis Fox, nachdem sein Auto halb versunken und menschliche Überreste gefunden wurden.
Der Text beschreibt das Buch als Erzählung über Verbrechen, Komplizenschaft, Rache und Gerechtigkeit und verweist auf Diskussionen in der Librería Picasso. Nach "Carnicero" aus 2025 wird auch "El señor Fox" als Titel mit großer literarischer Wucht eingeordnet.







