Die Polizei hat drei Personen wegen bandenmäßigen Betrugs und Beihilfe zur illegalen Einwanderung festgenommen. Die Ermittler der Brigade für Ausländer und Grenzen (UCRIF II) der Nationalpolizei in Las Palmas de Gran Canaria nahmen die Verdächtigen fest, nachdem sie 39 Menschen, überwiegend aus Marokko und Mauretanien, illegal im Ort Gáldar angemeldet hatten.
Die Ermittlungen begannen Ende März, nachdem das Einwohnermeldeamt der Stadt Gáldar die Polizei auf mögliche Unregelmäßigkeiten bei mehreren Anmeldungen aufmerksam gemacht hatte. Die Beamten identifizierten daraufhin vier Wohnungen im Stadtgebiet, in denen insgesamt 39 Personen angemeldet worden waren, ohne jemals dort gewohnt zu haben.
Illegale Anmeldungen auf Gran Canaria aufgeflogen
Das Vorgehen der Festgenommenen bestand darin, gegen Zahlungen von bis zu 600 Euro gefälschte Mietverträge zu organisieren und so Scheinanmeldungen zu ermöglichen. Dabei traten spanische Staatsbürger als Vermieter auf, obwohl sie keinerlei Bezug zu den betroffenen Immobilien hatten.
Laut Polizei lebte die Mehrheit der angemeldeten Personen nicht auf Gran Canaria, sondern weiterhin in Marokko. Die falschen Anmeldungen nutzten sie, um Krankenversicherungskarten zu erhalten, Einbürgerungsverfahren einzuleiten oder Sozialleistungen zu beantragen.
Polizei nimmt Verdächtige in Las Palmas de Gran Canaria fest
Die Polizei beendete die Aktion am Mittwoch mit der Festnahme der drei Verdächtigen in Las Palmas de Gran Canaria. Nach Abschluss der Ermittlungen übergaben die Beamten den Fall an die zuständige Justizbehörde in Santa María de Guía.

