Der Partido Popular (PP) auf Lanzarote hat am Donnerstag die Entscheidung der Cabildo-Präsidentschaft kritisiert, eine geplante Debatte über die Erklärung von Pedro Sánchez zur persona non grata im Plenum abzusagen. Die Präsidentschaft hatte zuvor gemeinsam mit der Junta de Portavoces beschlossen, die von der PP eingebrachte Initiative nicht auf die Tagesordnung der Sitzung am Freitag zu setzen.
Nach Angaben der Partei stand der Antrag ursprünglich ordnungsgemäß auf der Tagesordnung, die laut PP fristgerecht und gemäß dem Organischen Statut des Cabildo genehmigt worden war. Die spätere Streichung erfolgte auf Grundlage eines Schreibens der Sozialisten und einer Interpretation der Präsidentschaft, die die PP als unzutreffend bezeichnete. Die Partei argumentierte, das Vorgehen verletze das Recht der Inselräte, Initiativen im Plenum einzubringen.
Motionsstreit im Cabildo von Lanzarote
Die PP verwies darauf, dass das Einbringen von Anträgen ein durch die spanische Verfassung garantiertes Grundrecht sei. Sie betonte, dass laut Artikel 82 des Organischen Statuts des Cabildo Plenarsitzungen auch dazu dienen, politische Erklärungen abzugeben, wenn diese als für die Insel relevant angesehen werden.
Zudem erinnerte die Partei daran, dass der sozialistische Fraktion selbst bereits vergleichbare Anträge in anderen spanischen Körperschaften, einschließlich des Cabildo von Lanzarote, unterstützt habe. Die PP zeigte sich verwundert über die Bemühungen der Sozialisten, die Debatte zu verhindern, und warf ihnen vor, ein Grundrecht zu missachten, das die demokratische Meinungsäußerung ermögliche.
PP kritisiert Einschränkung demokratischer Debatten
Nach Ansicht der PP wolle die sozialistische Fraktion eine politische Debatte im Cabildo unterbinden, um Diskussionen über Korruptionsskandale rund um Pedro Sánchez sowie über dessen angebliche Versäumnisse gegenüber Lanzarote und La Graciosa zu vermeiden.
Die Partei bedauerte die Entscheidung der Präsidentschaft und sprach von einem gefährlichen Präzedenzfall, der das Recht der Inselräte beschneide und den demokratischen Austausch im Plenum behindere.
Juristische Schritte gegen die Entscheidung angekündigt
Abschließend behielt sich die PP das Recht vor, gegen die Entscheidung Rechtsmittel einzulegen. Dazu zählen ein Widerspruch beim Cabildo selbst, eine verwaltungsgerichtliche Klage vor den Gerichten in Las Palmas und gegebenenfalls auch strafrechtliche Schritte, sollten Grundrechte verletzt worden sein.

