Die spanische Audiencia Nacional hat eine neue Datenleak-Untersuchung eingeleitet, die den Präsidenten der Regierung, Pedro Sánchez, sowie mehrere Minister betrifft. Diese Untersuchung erfolgt unter Geheimhaltung, wie aus juristischen Quellen hervorgeht. Die Daten sollen von einem mutmaßlichen Hacker mit dem Pseudonym ‚N4T0X‘ über Telegram verbreitet worden sein.
Der Fall wurde zunächst dem Richter Antonio Piña vom Zentralen Ermittlungsgericht Nummer 6 übergeben, der die ersten Schritte einleitete. Der Fall soll jedoch einem endgültigen Gericht zugeteilt werden. Bereits seit Juni untersucht die Audiencia Nacional die Verbreitung persönlicher Daten hochrangiger Staatsbeamter als möglichen Terrorakt oder Angriff auf staatliche Autoritäten.
Neue Datenleaks betreffen spanische Spitzenpolitiker
Richter Francisco de Jorge vom Zentralen Ermittlungsgericht Nummer 1 hat eine geheime Untersuchung zu dieser Datenleak-Ermittlung eröffnet. Die spanische Polizei hat bestätigt, dass die jüngste Datenveröffentlichung auch persönliche Informationen von Sánchez und mehreren Ministern umfasst.
Ein Dokument mit 500 Seiten, das persönliche Informationen zahlreicher Politiker enthält, wird derzeit von der Comisaría General de Información analysiert. Betroffen sind unter anderem der Präsident der Junta de Andalucía, Juanma Moreno, und die Präsidentin von Extremadura, María Guardiola.
Im Fall von Sánchez wurden sein Personalausweis, Geburtsdatum und Privatadresse veröffentlicht, jedoch nicht seine Mobiltelefonnummer. Auch Daten von neun Ministern und weiteren hochrangigen Politikern wurden preisgegeben.
Polizei untersucht Verbreitung über Dark Web
Die Polizei untersucht zudem die Verbreitung von Informationen über die ‚Dark Web‘, die auch auf Telegram-Kanälen repliziert wurden. Diese Informationen betreffen hunderte Mitglieder der Partei Podemos. Bereits am 19. Juni hatte die Polizei eine Untersuchung zu einer ersten Datenveröffentlichung auf einem Telegram-Kanal eingeleitet, die auf einen Hacker hinwies.
Dieser erste Leak wurde von einem Hacker veröffentlicht, der bereits im Visier der Polizei stand. Die Daten tauchten in einem Telegram-Kanal auf, der oft Nachrichten zur Unterstützung eines bestimmten Europaabgeordneten verbreitet. Der Kanal entfernte später die Liste.









