Lanzarote spricht über die Tourismuskrise, den Start von Kreuzfahrten in Playa Blanca und den Streit um soziale Dienste sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
PSOE greift Betancort wegen Tourismusmodell an
Der PSOE auf Lanzarote hat Oswaldo Betancort kritisiert. Die Sozialisten warfen dem Präsidenten der Inselverwaltung vor, Verantwortung zu umgehen und die Debatte zu verschieben.
María Dolores Corujo, insulare Sekretärin des PSOE und Abgeordnete im spanischen Kongress, sagte, das Problem liege nicht nur in Bürokratie. Sie verwies auf Wohnungsnot, Druck auf öffentliche Dienste und Überlastung und forderte politische Instrumente wie Tourismusmoratorium oder Ökosteuer. Das Cabildo erklärte, es erteile keine städtebaulichen Genehmigungen, die genannten Vorgänge seien touristische Klassifizierungen.
Hafen Playa Blanca nimmt ab November Kreuzfahrtschiffe auf
Der Hafen von Playa Blanca hat die Genehmigung der Capitanía Marítima erhalten. Nach der Umgestaltung empfängt er ab November auch Kreuzfahrtschiffe sowie Megayachten und Luxusschiffe.
Oswaldo Betancort, Präsident des Cabildo von Lanzarote, erklärte, die technischen und administrativen Voraussetzungen seien erfüllt. Ein 207 Meter langes Schiff wird im letzten Quartal erwartet. Die neue Ausrichtung soll das touristische Angebot diversifizieren und den nautischen Sektor stärken. Im Linienverkehr zählt der Hafen bereits rund 800.000 Passagiere pro Jahr.
Cabildo stellte sich nach Berichten hinter Adislan
Das Cabildo von Lanzarote hat Adislan öffentlich unterstützt. Die Inselverwaltung sagte, Berichte hätten die Arbeit der Organisation infrage gestellt und Unruhe bei Nutzern und Familien ausgelöst.
Oswaldo Betancort betonte, die Sicherheit der Familien und die Arbeit der Fachkräfte dürften nicht gefährdet werden. Sozial- und Inklusionsbeauftragter Marci Acuña erklärte, das Cabildo überwache Verträge streng. Eine Einheit bewerte fortlaufend die Qualität, zudem inspiziere die Autonomiegemeinschaft regelmäßig. Unbestätigte Informationen könnten Vertrauen und Stabilität der Betroffenen beeinträchtigen.
Masdache warf Tías Ungleichbehandlung beim Sendemast vor
Die Bewohner von Masdache haben die Stadtverwaltung von Tías kritisiert. Sie beklagten Schweigen zu ihrer formellen Bitte, einen Sendemast entfernen zu lassen.
Der Nachbarschaftsverband erklärte, die Verwaltung habe jüngst den Widerstand in Mácher gegen Solaranlagen unterstützt, reagiere aber nicht auf Masdache. Die Anwohner verwiesen auf landschaftliche Auswirkungen und bemängelten fehlenden Konsens sowie mangelnde Transparenz im Verfahren. Sie forderten eine schriftliche Antwort, Dialog und eine Prüfung nach Umwelt- und Sozialkriterien.
Inselverwaltung beriet mit Gemeinden über Bürgerbeteiligung
Das Cabildo von Lanzarote hat sich mit den Verantwortlichen für Bürgerbeteiligung der sieben Gemeinden getroffen. Armando Santana, Berater für Bürgerbeteiligung und Offene Regierung, hatte den Austausch einberufen.
Die Runde analysierte Lage und Grenzen der Beteiligung und sprach über Ressourcenmangel und geringe Priorität in Verwaltungen. Diskutiert wurden auch Machtfragen und wie stark Anliegen tatsächlich in Agenden und Entscheidungen einfließen. Das Treffen wurde für einen Dokumentarfilm des Cabildo über soziale Bewegungen und Bürgerbeteiligung auf Lanzarote aufgezeichnet.
PP in Yaiza verlangte öffentliche Nutzung der Uga-Carpa
Die Partido Popular in Yaiza hat eine bürgernahe Lösung im Streit um das Gemeindezelt von Uga gefordert. Juan Monzón, Sprecher der Partei im Stadtrat, stellte das Gemeinwohl und die öffentliche Nutzung in den Vordergrund.
Die Partei bewertete ein Treffen zwischen Regierungsgruppe und Bewohnern als wichtig und mahnte, die Situation nicht zu politisieren. Der PP sagte Unterstützung für Maßnahmen zu, die den Raum für kollektive Aktivitäten sichern sollen, und verlangte eine Lösung, die bestehende Rechte mit der öffentlichen Nutzung des Zeltes vereinbart.
Kanaren starteten SUC-Kampagne zur Semana Santa
Der Servicio de Urgencias Canario hat die Kampagne "Antes de llegar, ya estamos contigo" gestartet. Der Rettungsdienst hob damit die telefonische Betreuung hervor, die bereits vor dem Eintreffen eines Rettungswagens beginnt.
Der SUC erklärte, in der Semana Santa steige durch Reisen und Großveranstaltungen die Zahl der Vorfälle. Koordinatoren bewerten Notlagen in Echtzeit, priorisieren Ressourcen und geben Anweisungen für Erste Hilfe. Der Dienst rief dazu auf, ruhig zu bleiben und genaue Informationen zu liefern, um schnelle Hilfe zu ermöglichen.







