Die Zahl der Verkehrstoten auf den Kanarischen Inseln hat in diesem Jahr einen traurigen Höchststand erreicht. Seit Jahresbeginn starben 50 Menschen auf den interurbanen Straßen des Archipels, 13 mehr als im Vorjahr. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2012. Der Regierungsdelegierte Anselmo Pestana und die DGT-Verantwortlichen Eva Canitrot und Fulgencio Martín erklärten, dass die Hauptursachen für die Unfälle eine allgemeine Nachlässigkeit bei der Beachtung von Verkehrsregeln sowie der Konsum von Alkohol und Drogen seien.
Worum es geht (TL;DR)
- 50 Verkehrstote auf den Kanaren seit Jahresbeginn – höchster Wert seit 2012.
- Hauptursachen sind Missachtung von Verkehrsregeln sowie Alkohol- und Drogenkonsum am Steuer.
- DGT und Polizei verstärken Kontrollen bis 21. Dezember gegen Alkohol am Steuer.
Nach einer gemeinsamen Kampagne im Juli, bei der 12.500 Kontrollen durchgeführt und 266 Anzeigen erstattet wurden, planen die DGT und die örtliche Polizei bis zum 21. Dezember verstärkte Kontrollen auf den Straßen der Kanaren, um Alkohol- und Drogenkonsum am Steuer zu verhindern.
Verstärkte Verkehrskontrollen auf den Kanaren
Alkohol am Steuer ist die zweithäufigste Ursache für tödliche Verkehrsunfälle und war 2024 in 28 Prozent der Fälle in Spanien beteiligt. Pestana betonte, dass die einzige sichere Promillegrenze bei 0,0 Prozent liege.
Zeltia Rodríguez von der Organisation Stop Accidentes wies darauf hin, dass viele Familien an Weihnachten unvollständig sein werden, weil andere die Null-Promille-Grenze ignoriert haben.
Von den 13 zusätzlichen Todesopfern auf den kanarischen Straßen entfallen zehn auf die westliche und drei auf die östliche Provinz. In Santa Cruz de Tenerife stieg die Zahl der Todesfälle von 19 auf 29, darunter 18 auf Teneriffa, sieben auf La Palma, einer auf El Hierro und drei auf La Gomera. Zwölf der Verstorbenen waren Motorradfahrer, neun Fußgänger.
In Las Palmas wurden 21 Todesfälle registriert: zehn auf Gran Canaria, neun auf Fuerteventura und zwei auf Lanzarote. Elf der Opfer waren Autofahrer, sechs Motorradfahrer und vier Fußgänger.
Die DGT-Vertreter betonten, dass es sich um Todesfälle auf interurbanen Straßen handelt, auf denen auch Nutzer von Rollern und Fußgänger trotz Verboten unterwegs sind. Oft überqueren sie unachtsam mehrere Fahrspuren oder laufen ohne reflektierende Kleidung auf dem Seitenstreifen.
Canitrot verwies auf die Herausforderung, die die unterschiedliche Topografie der Inseln darstellt. In Fuerteventura, wo lange, gerade Straßen vorherrschen, ist überhöhte Geschwindigkeit eine häufige Unfallursache.










