Die UGT Canarias hat am Montag das geplante Dekret der autonomen Regierung scharf kritisiert. Es sieht vor, Arbeitslose zu bestrafen, die eine Leistung beziehen und ein Jobangebot ohne triftigen Grund ablehnen. Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass die Ablehnung einer "angemessenen Stelle" bereits heute zu einem vorübergehenden oder dauerhaften Verlust der Arbeitslosenunterstützung führt.
Worum es geht (TL;DR)
- UGT Canarias lehnt geplantes Dekret zur Bestrafung von Arbeitslosen bei Jobablehnung ab.
- Gewerkschaft kritisiert prekäre Arbeitsbedingungen, hohe Wohnkosten und niedrige Löhne auf den Kanaren.
- UGT fordert Verbesserung öffentlicher Dienste und Berufsberatung statt repressiver Sanktionen.
Eine neue Sanktionsregelung würde laut UGT nur zur Stigmatisierung der Arbeitslosen beitragen. Der stellvertretende Generalsekretär für Organisation und Kommunikation von UGT Canarias, Héctor Fajardo, bezeichnete das Vorhaben als "repressive Maßnahme gegen die Arbeiterklasse".
Prekäre Arbeitsbedingungen und hohe Lebenshaltungskosten
Fajardo stellte klar, dass die Menschen nicht arbeitsunwillig seien. Vielmehr entsprächen die angebotenen Bedingungen nicht der wirtschaftlichen und sozialen Realität. Hohe Wohnkosten, teure Lebenshaltung und lange Pendelzeiten erschwerten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Die UGT warnte, dass der kanarische Arbeitsmarkt trotz guter Arbeitslosenzahlen nach wie vor prekär sei. Der Wohlstand konzentriere sich weiterhin in den Händen weniger, während die Arbeiter darunter litten.
Die Gewerkschaft betonte, dass die Kanarier nach würdigen Arbeitsplätzen suchten. Wenn das Ziel die Reduzierung der Arbeitslosigkeit und die Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit sei, dürfe die Norm nicht repressiv sein. Stattdessen sollten öffentliche Dienste verbessert, Berufsberatung gestärkt und die Arbeitsbedingungen sowie Löhne angehoben werden.











