Der Regierungsrat der Kanarischen Inseln hat am Dienstag ein Dekret verabschiedet, das die Vergabe von Sozialwohnungen grundlegend ändert. Statt per Los werden die Wohnungen künftig nach sozialen, wirtschaftlichen und familiären Kriterien zugeteilt. Bewerber müssen mindestens zehn Jahre ununterbrochen oder fünfzehn Jahre mit Unterbrechungen auf den Inseln gelebt haben. Der zuständige Minister Pablo Rodríguez erklärte, die Vergabe richte sich ab sofort nach den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen sowie der familiären Situation der Antragsteller.
Worum es geht (TL;DR)
- Sozialwohnungen auf den Kanaren werden künftig nach sozialen und wirtschaftlichen Kriterien vergeben.
- Bewerber müssen mindestens zehn Jahre ununterbrochen auf den Inseln gelebt haben.
- Quoten für junge Menschen, Senioren und Gewaltopfer steigen deutlich an.
Für den Zugang zu Sozialwohnungen wird ein zentrales Register eingerichtet. Es verlangt den Nachweis von "Verwurzelung und Wohnsitz": zehn Jahre ununterbrochenen oder fünfzehn Jahre unterbrochenen Wohnsitz auf den Kanaren.
Die Zuteilung verpflichtet die Empfänger, die Wohnung als ständigen Hauptwohnsitz zu nutzen. Zudem steigen die Quoten für geschützte Gruppen deutlich: Junge Menschen erhalten künftig 20 % statt 5 %, Personen über 65 Jahre 10 % statt 5 %, Menschen mit funktionellen Einschränkungen 10 % statt 5 % und Opfer häuslicher Gewalt 8 % statt 5 %.
Neue Bauweisen für Sozialwohnungen auf den Kanaren
Minister Rodríguez betonte, besonders schutzbedürftige Gruppen würden vorrangig unterstützt. Das Dekret führt zudem neue Bauweisen ein, darunter vorgefertigte und modulare Häuser. Angesichts der "Wohnungsnotlage" seien innovative Ansätze bei der industriellen Bauweise notwendig, die moderne, angemessene und an das Gebiet angepasste Wohnungen ermöglichten, so Rodríguez.











