Der PSOE auf Lanzarote hat sein Modell der Wasserbewirtschaftung erneut in die öffentliche Debatte gebracht. Bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Muestra de Cine de Lanzarote diskutierten die letzten vier Präsidenten des Cabildo. Die sozialistischen Ex-Präsidentinnen María Dolores Corujo und Manuela Armas betonten die Prinzipien der Partei: Schutz des Allgemeinwohls, öffentliche Verwaltung, langfristige Planung sowie Schutz der Landwirtschaft und des Territoriums.
Worum es geht (TL;DR)
- PSOE fordert öffentliche Wasserbewirtschaftung und Rückführung der Verwaltung an Inalsa auf Lanzarote.
- Ex-Präsidentinnen Corujo und Armas betonten Wasser als Grundrecht, nicht als Geschäft.
- Geplant sind erneuerbare Energien für Entsalzung und subventionierte Preise für die Landwirtschaft.
Der PSOE erinnerte daran, dass bedeutende Fortschritte im Wassersektor auf Lanzarote mit politischen Entscheidungen zugunsten des Öffentlichen verbunden waren. Dazu gehörten die Gründung des Wasserverbunds zwischen dem Cabildo und den sieben Gemeinden sowie die Einrichtung von Inalsa als rein öffentliche Kapitalgesellschaft. Dieses Modell sicherte die Versorgung der gesamten Insel und förderte deren wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Wasser wurde als Grundrecht und nicht als Geschäft betrachtet.
Öffentliche Kontrolle des Wassers gefordert
María Dolores Corujo hob die historische Bedeutung dieser Entscheidungen hervor. Sie erklärte, die Gründung des Konsortiums und von Inalsa sei ein "neuartiger und mutiger Schritt" gewesen, der Lanzarote ermöglichte, Wasser dorthin zu bringen, wo es zuvor keines gab. Sie betonte, dass die Zukunft des Wassers auf der Insel weiterhin frei von kommerziellen oder spekulativen Interessen sein müsse.
Der PSOE setzt sich im Cabildo und im Wasserverbund für einen integrierten Wasserkreislauf unter öffentlicher Kontrolle ein. Eine effektive Reduzierung von Verlusten, die Sicherstellung der Versorgung und subventionierte Preise für die Landwirtschaft gehören zu den Zielen. Corujo wies darauf hin, dass die Schuld für die aktuellen Systemmängel nicht der Bevölkerung gegeben werden könne. Vielmehr seien Planung, Investition und öffentliche Verwaltung gefragt.
Der Ansatz umfasst auch den Einsatz erneuerbarer Energien für die Entsalzung, insbesondere aus öffentlicher Windenergie. Corujo betonte, die Energie für Entsalzungsanlagen müsse öffentlich, sauber und kostensenkend sein.
Rückführung der Wasserverwaltung an Inalsa
Ein Schlüsselmoment des Treffens war Corujos Forderung, die Konzession von Canal Gestión Lanzarote zurückzuholen und die direkte Verwaltung durch Inalsa wiederherzustellen. Sie argumentierte, dass das Wasser wieder direkt von Inalsa und dem Wasserverbund verwaltet werden müsse, um die Kontrolle über eine strategische Ressource in die Hände der öffentlichen Institutionen zu legen.
Manuela Armas unterstrich die sozialistischen Werte des Wassers als Grundrecht und forderte ein umfassendes Inselabkommen. Sie sprach sich für einen "großen Pakt für das Wasser" aus, der eine genaue Diagnose, konkrete Maßnahmen und das Engagement aller Institutionen für Wassersicherheit, soziale Gerechtigkeit und Umweltverträglichkeit umfasst.











