Der Cabildo von Teneriffa hat seine Ablehnung gegen geschlechtsspezifische Gewalt bekräftigt. In einer von der Mehrheit der Parteien unterstützten Plenarmotion versprach die Inselregierung, die Maßnahmen zur Bekämpfung aller Gewaltformen zu verbessern und Sensibilisierungskampagnen zu verstärken.
Worum es geht (TL;DR)
- Cabildo von Teneriffa verstärkt Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt durch Plenarmotion.
- Seit 2003 wurden 110 Frauen auf den Kanaren ermordet, 38 allein 2025.
- VioGén-System registriert 6.734 aktive Fälle, darunter 63 mit hohem Risiko.
Der Cabildo erklärte, entschlossen zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen, Mädchen, Jungen und Jugendliche beizutragen.
Kanaren verstärken Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt
Die Motion forderte zudem die Regierung der Kanaren auf, die Finanzierung des Kooperationsabkommens mit dem Instituto Canario de Igualdad zu verbessern. Ziel ist es, das Kanarische System zur Prävention und Intervention gegen geschlechtsspezifische Gewalt auf Teneriffa zu stärken.
Das Abkommen sieht auch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Verwaltungen, sozialen Organisationen und der Bevölkerung vor, um gemeinsam gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorzugehen.
Der Cabildo wird die spanische Regierung und das Ministerium für Gleichstellung auffordern, die "Cometa"-Einrichtungen zu überwachen und zu verbessern.
Steigende Gewaltzahlen auf den Kanarischen Inseln
Seit 2003 wurden in Spanien 1.333 Frauen ermordet, davon 110 auf den Kanaren. Seit 2013 starben 65 Minderjährige in Zusammenhang mit diesen Fällen. Im Jahr 2025 wurden bereits 38 Frauen, darunter zwei auf den Kanaren, und drei Minderjährige getötet. Im zweiten Quartal 2025 stiegen die Anzeigen um 44,6 % auf 4.001 Fälle – die höchste Opferrate des Landes.
Ende August registrierte das VioGén-System auf den Kanaren 6.734 aktive Fälle, darunter 63 mit hohem Risiko und 69 gefährdete Minderjährige. 727 Fälle galten als besonders relevant.
Die strukturelle Gewalt bleibt ein Staatsproblem, das eine verstärkte Koordination zwischen Verwaltungen, sozialen Einrichtungen und der Bevölkerung erfordert. Nur durch verstärkte Prävention, Bildung und Schutzmaßnahmen kann eine wirksame Antwort gewährleistet werden.
Der Cabildo von Teneriffa setzt über die Abteilung für Soziales und die Direktion für Gleichstellung weiterhin auf Nähe und umfassende Betreuung von Betroffenen, um bei jeder Form von Gewalt einzugreifen.











