Die Ermittlungen zum Verschwinden eines belgischen Ehepaars auf Teneriffa haben eine neue Wendung genommen. Die Justiz hat das Verfahren in ein Geschworenenverfahren umgewandelt.
Eine 66-jährige Frau und ihr 71-jähriger Ehemann verschwanden Mitte April 2024. Am 27. April wurde die Leiche der Frau in der Nähe der Gemeinde Arico gefunden. Sie trieb mit einer Plastiktüte über dem Kopf im Wasser, beide Beine und eine Hand waren amputiert.
Die Justizbehörde des Gerichts Erster Instanz Nummer 1 von Arona in Santa Cruz de Tenerife hat die Voruntersuchungen aus 2024 in ein Geschworenenverfahren umgewandelt. Es geht um den mutmaßlichen Mord an dem belgischen Paar, das bis zum Frühjahr 2024 in Adeje lebte.
Ermittlungen auf Teneriffa schreiten voran
Die Anklage richtet sich gegen drei belgische Staatsangehörige, die sich derzeit in Untersuchungshaft befinden, wie das Oberste Gericht der Kanarischen Inseln mitteilte. Ein im Juni ergangenes Urteil ordnete die Durchführung verschiedener Tests an, die von den Anwälten der Angeklagten vorgeschlagen wurden. Dazu gehört der abschließende Autopsiebericht der mutmaßlich ermordeten Frau, da der Leichnam ihres Mannes noch nicht gefunden wurde. Zudem sollen letzte Zeugenaussagen gesammelt und ein technischer Bericht zur Geolokalisierung der Mobiltelefone der Beschuldigten während der mutmaßlichen Tatzeit erstellt werden.
Zwei der mutmaßlichen Täter, die Berichten zufolge in der Nähe des Paares in Adeje lebten, wurden in Belgien festgenommen, nachdem das Gericht von Arona einen internationalen Haftbefehl erlassen hatte. Der dritte Verdächtige wurde später auf Teneriffa verhaftet. Alle drei befinden sich in Spanien in Untersuchungshaft.











