Gara Hernández hat im TEA-Museum auf Teneriffa den Workshop ‚Cuerpos escuchantes‘ geleitet. Diese Veranstaltung von ‚Onda Corta‘ konzentrierte sich auf den Klang als lebendiges Archiv der Körper, die ihn erzeugen.
Die Musicologin und Klangkünstlerin Gara Hernández führte im TEA Tenerife Espacio de las Artes den Workshop ‚Cuerpos escuchantes: die Wahrnehmbarkeit des unhörbaren Klangs‘ durch. Zusätzlich bot sie ein Treffen an, um über ihre Arbeit zu sprechen. Die erste Veranstaltung, eine Konferenz, fand am Freitag, dem 12., um 17.30 Uhr statt. Der Workshop folgte am Samstag, dem 13., von 10.00 bis 14.00 Uhr und von 16.00 bis 20.00 Uhr. Beide Veranstaltungen waren kostenlos, jedoch war eine vorherige Anmeldung für den Workshop erforderlich.
Kanaren: Klang als lebendiges Archiv
Im Workshop wurde der Klang als zentrales Element betrachtet, als lebendiges Archiv der Körper und Räume, die ihn beherbergen. Die Teilnehmer erkundeten verschiedene Bereiche des TEA auf der Suche nach klanglichen Besonderheiten, die durch Zuhören und Aufnehmen erlebbar gemacht wurden. Der Workshop verstand das Museum als Erzeuger resonanter Körper, die hinterfragt und aktiviert werden konnten. Dabei kartografierten sie die akustischen Eigenschaften des Museums – von Echo über Stille bis hin zu Vibration – und betrachteten das Gebäude als Körper, der in Resonanz versetzt werden kann. Abschließend erstellten die Teilnehmer gemeinsam ein Audiozine.
Gara Hernández, derzeit Doktorandin in queerer Musikwissenschaft, fokussiert ihre Arbeit auf die Politisierung des Klangs durch akustisches Unbehagen und spekuliert über Lärm, Klang und die Identitätspolitik queerer Körper. Als Leiterin von Cultural Resuena verbindet sie Forschung und Klangpraxis im Kontext geschlechtlicher Dissidenz und entwickelt das Konzept des Performative Horrorism. Sie hat Residenzen in verschiedenen Städten wie Madrid, Barcelona und Teneriffa durchgeführt.
Onda Corta im TEA-Museum
Kuratiert von Narelys Hernandez und Joel Peláez, experimentiert Onda Corta mit Prozessen der Aufzeichnung, Dokumentation und Archivierung. Es hinterfragt und erweitert die traditionellen Aufzeichnungsformen. Zusammen mit dem Dokumentationszentrum, der Kunstbibliothek und der Ausstellungs- und Veranstaltungsprogrammierung des Museums untersucht Onda Corta, wie das TEA mit der Öffentlichkeit interagiert und inwieweit das Gebäude genutzt werden kann, um die öffentliche, vielfältige und geteilte Natur dieser Räume zu verdeutlichen.
Der Artikel ‚La musicóloga Gara Hernández imparte en el museo TEA el taller ‘Cuerpos escuchantes’‘ erschien zuerst im Diario de Tenerife.











