Die Regierung der Kanarischen Inseln hat die Notwendigkeit erkannt, das Fehlen von Rettungsschwimmern in kleineren Gemeinden des Archipels anzugehen. Trotz der Tatsache, dass Ertrinkungsfälle die Zahl der Verkehrsunfälle seit Jahren übersteigen, blieb eine Reaktion der lokalen Behörden auf das Problem bisher aus.
Gestern bestätigte Manuel Miranda, der Minister für Territorialpolitik, territoriale Kohäsion und Wasser der Kanaren, dass derzeit an einem Gesetzesdekret gearbeitet wird. Dieses soll die Aufhebung des von der Regionalregierung auferlegten Überwachungsdienstes für Strände in Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern regeln.
Gesetzesänderungen sollen Sicherheit auf Kanaren verbessern
Wie die Nachrichtenagentur Efe berichtet, verabschiedete die Kanarische Regierung 2018 ein Dekret, das Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern verpflichtete, Überwachungs- und Sicherheitsdienste an Stränden mit Badebereichen bereitzustellen. Im Jahr 2023 bestätigte der Oberste Gerichtshof die Berufung der Kanarischen Föderation der Gemeinden (Fecam) gegen ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der Kanarischen Inseln, das das Dekret für rechtmäßig erklärt hatte. Diese Entscheidung wurde vor genau zwei Jahren, am 27. September, bekannt gegeben.
Mirandas Äußerungen fielen während einer Sitzung des parlamentarischen Ausschusses, bei der die sozialistische Abgeordnete Nayra Alemán nach Maßnahmen zur Verstärkung der Sicherheit in Gewässern, nach der Aufhebung des Dekrets und nach Initiativen zum Schutz von Minderjährigen in Badebereichen fragte.
Statistiken verdeutlichen Dringlichkeit der Maßnahmen
Der Minister räumte ein, dass die Statistiken besorgniserregend sind. Wie Alemán erinnerte, wurden auf den Inseln innerhalb von zwei Monaten 50 Wasserunfälle registriert, von denen acht Kinder betrafen, wobei eines der Kinder tragischerweise ums Leben kam.
Um die Schwere des Problems zu verdeutlichen, ist es wichtig zu wissen, dass 38 der 88 Gemeinden des Archipels weniger als 20.000 Einwohner haben, davon 15 auf der Insel Teneriffa, wie die Statistiken des INE zeigen.











