Alberto Simó und José Peraza haben am Dienstag im Museum für Natur und Archäologie auf Teneriffa ihr umfassend dokumentiertes Werk über die Geschichte des lucha canaria vorgestellt. Die Buchpräsentation fand im Salón de Actos des MUNA statt und wurde von zahlreichen Vertretern aus Politik, Sport und Kultur begleitet. Neben den Autoren nahmen Lope Afonso, Vizepräsident und Tourismusbeauftragter des Cabildo, die Sportdezernentin Yolanda Moliné sowie Lorena Hernández, Generaldirektorin für indigene Sportarten der Kanarischen Regierung, an der Veranstaltung teil.
Auch José Carlos Acha, Dezernent für Kultur, Museen und Sport des Cabildo, María Concepción Brito, Bürgermeisterin von Candelaria, Cristina Ledesma, Dezernentin für ländliche Entwicklung in La Laguna, Dámaso Rodríguez, Vizepräsident des Kanarischen Ringerverbands, und Manuel Gómez, Geschäftsführer von Ideco, waren anwesend. Das Buch ist im Verlag AyB Editorial erschienen und trägt den Titel „La lucha canaria en Tenerife. Documented History“. Auf 452 Seiten zeichnen Simó und Peraza die Entstehung und Entwicklung des lucha canaria auf Teneriffa detailliert nach – von den Anfängen bis zur Gegenwart, aufgeschlüsselt nach Vereinen und Gemeinden.
Lucha canaria auf Teneriffa: Einblick in die Entwicklung des Inselsports
Die Publikation ist Teil der Reihe „Vida y Deporte en Canarias“ und wurde vom Cabildo von Teneriffa, der Regierung der Kanarischen Inseln sowie der Stadtverwaltung von Santa Cruz de Tenerife gefördert. Zudem unterstützten die Gemeinden Candelaria und La Laguna das Projekt. Das Werk beleuchtet nicht nur die sportliche Seite, sondern hebt auch den kulturellen und ethnografischen Wert des lucha canaria hervor. Die Autoren bieten sowohl einen allgemeinen Überblick als auch detaillierte Analysen einzelner Vereine und ihrer sportlichen Erfolge.
Lope Afonso betonte bei der Vorstellung: „Wir feiern die Veröffentlichung eines Werks, das weit mehr als ein Buch ist. Es vermittelt Jahrzehnte lucha canaria, Sport, Identität und kulturelles Erbe. Wir erleben eine neue Blütezeit dieser Sportart, deren Ausübung wächst und sich an die Gegenwart anpasst. Möge dieses Buch uns helfen, unsere Geschichte neu zu entdecken und in die Zukunft zu tragen.“ Yolanda Moliné bezeichnete das Werk als „unverzichtbar für die Identität unseres Volkes und als Akt der Gerechtigkeit für den lucha canaria“. Sie kündigte an, dass jede Gemeinde ein Exemplar erhalten werde, um die eigene Geschichte kennenzulernen.
Dokumentation der Vereine und Persönlichkeiten des lucha canaria
Lorena Hernández würdigte das Buch als „Geschenk an die Liebhaber des lucha canaria, Ergebnis vieler Jahre Geschichte“. Sie hob die Arbeit der Vereine und ihrer Verantwortlichen hervor, die auch in schwierigen Zeiten den Sport am Leben erhalten hätten. Die Autoren geben zunächst einen Überblick über Ursprung und Entwicklung des lucha canaria und erläutern Regeln, Technik und historische Besonderheiten. Im Anschluss folgt eine detaillierte Darstellung aller Teams auf Teneriffa, inklusive der Titel und Vizemeisterschaften sowie der beteiligten Kämpfer und Funktionäre.
Simó und Peraza gehen auch auf die Entstehung einer eigenständigen Verbandsstruktur ein und dokumentieren bedeutende Ereignisse wie die legendären Duelle zwischen Luis Pagés und Pollo de Las Canteras oder die Rivalität Santa Cruz-Laguna in den 1960er-Jahren. Zudem werden Aktivitäten an ungewöhnlichen Orten wie dem Teatro Leal in La Laguna oder dem Real Casino von Teneriffa erwähnt. Ein umfassendes Verzeichnis der Verbandspräsidenten, Vereine und Vereinigungen rundet die Arbeit ab.
Die Autoren: Experten für Geschichte und Berichterstattung
José Miguel Galarza, Leiter von AyB Editorial, bezeichnete die Studie von Simó und Peraza als „Akt der Gerechtigkeit für den lucha canaria und Ausdruck der Liebe zu unserem repräsentativsten Sport und edelsten Erbe unserer Vorfahren“. Alberto Andrés Simó Catalán gilt als ausgewiesener Kenner der Sportgeschichte und war 24 Jahre lang Sekretär des Inselverbands für lucha canaria auf Teneriffa. Er verfasste zahlreiche Beiträge in Verbandsbüchern und Magazinen und ist Autor mehrerer Werke zur Geschichte des lucha canaria.
José Peraza Lorenzo ist Mitglied der Vereinigung der Sportjournalisten Teneriffas und berichtet seit 1989 über lucha canaria. Er leitete das Pressebüro des Ringerverbands, war Berater für verschiedene Sportprojekte und veröffentlichte zahlreiche Beiträge in Zeitungen, Radio- und Fernsehsendungen sowie in verschiedenen Publikationen. Beide Autoren tragen mit ihrem Werk maßgeblich zur Bewahrung und Vermittlung der Geschichte des lucha canaria auf Teneriffa bei.






