Teneriffa spricht über die Ablehnung der MV Hondius, Millionen für digitale Verkehrssicherheit und volle Wasserspeicher für den Sommer sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Teneriffa weist Verlegung der MV Hondius auf die Kanaren zurück
Rosa Dávila hat die Pläne der spanischen Regierung kritisiert. Die Präsidentin der Inselverwaltung lehnte es ab, das Schiff MV Hondius nach Teneriffa zu bringen, nachdem an Bord ein Hantavirus-Ausbruch festgestellt worden war. Dávila forderte einen Stopp aller Operationen, bis vollständige Transparenz zu Ausbruch, Betroffenen und Gesundheitsrisiken vorlag. Sie verwies auf die bereits hohe Belastung der öffentlichen Dienste, besonders im Gesundheitswesen, und verlangte im Ankunftsfall zusätzliche Ressourcen vom Staat.
Millionenauftrag für Straßeninformationszentrum auf Teneriffa vergeben
Rosa Dávila hat den neuen Vertrag als Schritt zu besserem Verkehrsmanagement bezeichnet. Die Inselverwaltung vergab die Betreuung des Zentrums für Straßeninformationen und der intelligenten Transportsysteme für 11.162.435,92 Euro bei drei Jahren Laufzeit. Dámaso Arteaga, Verkehrsrat der Inselverwaltung, erklärte, die kontinuierliche Überwachung verkürze Reaktionszeiten und erhöhe die Sicherheit. Der Vertrag sieht die Digitalisierung analoger Kameras für mehr als 1.200 Kilometer Straßen vor und ergänzt unter anderem thermische Kameras in Tunneln.
Stabile Wasserversorgung für die Landwirtschaft auf Teneriffa
Valentín González hat nach einem Treffen Entwarnung für den Sommer gegeben. Der für den Primärsektor zuständige Inselrat erklärte nach Gesprächen mit der Bauern- und Viehzüchtervereinigung ASAGA unter Vorsitz von Ángela Delgado, die Speicher seien gut gefüllt. Die technischen Daten weisen 81,9 Prozent Füllstand aus, das entspricht mehr als 4 Millionen Kubikmetern. González mahnte dennoch zu sparsamem Verbrauch und verwies auf Modernisierungen, etwa an der Balsa von Valle San Lorenzo in Arona, die Wasserverluste verhindern sollen.
Neue Strategie für Notfälle in Tegueste abgestimmt
Blanca Pérez hat mit dem Rathaus von Tegueste über Prävention gesprochen. Die zuständige Inselrätin traf sich mit Iván Martín, Direktor für Sicherheit und Notfälle, sowie Bürgermeister Norberto Padilla, um Schulungen, Information und die Aktualisierung kommunaler Notfallpläne zu besprechen. Die Inseldelegation erklärte, die Pläne müssten neben vulkanischen Risiken auch Wetterextreme, Überschwemmungen, Waldbrände, seismische Risiken und Umweltverschmutzung abdecken. Martín verwies auf Lehren aus der EU-Übung Modex Garachico 2025, die in neue Protokolle eingeflossen sind.
Schutz des Kulturerbes mit Feuerwehr und Zivilschutz ausgebaut
Iván Martín hat ein Treffen zum Kulturerbeschutz angekündigt. Der Direktor für Sicherheit und Notfälle der Inselverwaltung organisiert mit dem Feuerwehrkonsortium eine Veranstaltung, die im September in La Laguna stattfinden soll und Notfallpläne für historische Gebäude verbessern will. Der Anlass erinnert an den Brand im Palacio Salazar vom 23. Januar 2006. Florencio López vom Feuerwehrkonsortium sagte, man wolle Akteure der Erhaltung zusammenbringen. Für Juni und Juli sind Schulungen zum Umgang mit Kunstwerken und zu Sicherheitsmaßnahmen geplant.
Sinfonische Halle im Auditorio nach María Orán benannt
José Carlos Acha hat die Umbenennung im Regierungsrat vertreten. Der Inselrat für Kultur, Museen und Sport erklärte, die Inselverwaltung habe beschlossen, die Sinfonische Halle im Auditorio de Tenerife in "Sala Sinfónica María Orán" umzubenennen. Die Entscheidung ehrt die Sopranistin María Orán (1943 bis 2018) posthum und bleibt ohne finanzielle Auswirkungen. Acha sagte, Orán habe Teneriffas Namen international bekannt gemacht und sich der musikalischen Ausbildung gewidmet, später auch als Professorin am Konservatorium der Kanarischen Inseln.
Premios Anillos de Oro nach Santa Cruz geholt
Lope Afonso hat die Ausrichtung als Signal für die Kulturwirtschaft gewertet. Der Vizepräsident der Inselverwaltung nahm in Madrid an der Bekanntgabe der Nominierten für die ersten Premios Anillos de Oro teil, die am 20. Juni in Santa Cruz de Tenerife verliehen werden. Sara Sálamo und Beatriz Arjona präsentierten die Nominierungen, begleitet von Branchenvertretern wie Dimple Melwani, Geschäftsführerin von Turismo de Tenerife. Die 23 Nominierungen stammen aus den Stimmen von 511 Mitgliedern des Círculo de Profesionales de las Series Españolas.
Fördergelder für die White Milano 2027 ausgeschrieben
Krysten Martín hat Unterstützung für den Einzelhandel angekündigt. Die Handels- und Unternehmensförderungsrätin der Inselverwaltung eröffnete eine Ausschreibung mit 78.500 Euro, damit kleine und Kleinstunternehmen aus Mode, Dessous, Schuhen und Accessoires an der Messe White Milano 2027 teilnehmen können. Die Hilfen umfassen Schulungen sowie logistische und technische Unterstützung. Bewerben können sich Selbständige und kleine Unternehmen mit Sitz auf Teneriffa, mindestens zwei Jahren Geschäftstätigkeit und Ladengeschäft, bei Mindestumsätzen von 50.000 Euro oder 75.000 Euro.
1,36 Millionen Euro für Reinräume in Forschungszentren bewilligt
Die Inselverwaltung hat die Finanzierung für neue Labore beschlossen. Das Cabildo bewilligte 1.362.000 Euro für den Parque Científico y Tecnológico de Tenerife, S.A., um Reinräume für Forschung, Prototypenentwicklung und Experimente etwa in Biotechnologie und Mikroelektronik zu bauen. Die Mittel fließen in zwei Raten, 681.000 Euro 2026 und 681.000 Euro 2028, mit Projektphasen bis 2029. Die zweite Rate bleibt an Bedingungen geknüpft, darunter Nachweise und Meilensteine sowie eine Kopplung an den Verkauf von Windenergie aus Vereinbarungen mit dem ITER.
Methanemissionen aus Deponien in Katalonien mitgemessen
Das Instituto Tecnológico y de Energías Renovables hat seine Expertise in ein neues Projekt eingebracht. Das ITER, eine Einrichtung der Inselverwaltung, arbeitet mit der Universität Autònoma de Barcelona und ENT Environment & Management an Messungen in 44 Deponien. Das Projekt läuft 18 Monate und hat ein Budget von 833.150 Euro, finanziert von der katalanischen Abfallagentur. Nemesio M. Pérez, Leiter des Umweltbereichs des ITER, sagte, präzise Daten seien für Wissenschaft, Klimapolitik, Wirtschaft und Sicherheit entscheidend.
Meerestreffen diskutiert wirtschaftlichen Wert der Ozeane
Fachleute haben auf Teneriffa die Rolle der Ozeane für Ernährung und Wirtschaft betont. Beim VIII Encuentro de los Mares verwies die Ökonomin Sandra Damijan darauf, dass die Ozeanwirtschaft jährlich 2,2 Billionen Dollar bewege und Millionen Arbeitsplätze schaffe. Köche wie Jacopo Ticchi und Pablo Vicari plädierten für neue Arten auf Speisekarten und mehr Aufklärung der Gäste. Forscherinnen wie Ana Fuentes und Núria Marbà vom CSIC sprachen über Abfall bei Meeresprodukten und den Schutz von Seegraswiesen als Kohlenstoffsenken.
Künstlerische Residenz von Samantha Hudson abgeschlossen
Samantha Hudson hat ihre Arbeit im Auditorio de Tenerife beendet. Die Sängerin entwickelte während der Residenz in La Salita gemeinsam mit ihrer Produzentin La Diega einen neuen Song, der Klang, Körper und Bild verbindet. Das Auditorio zeigte die Ergebnisse am Sonntag um 18.00 Uhr bei freiem Eintritt. Die Residenzen gehören zur Saison von La Salita in Zusammenarbeit mit dem Laboratorio de Artes Vivas y Ciudadanía de Canarias, geleitet von Beatriz Bello und Darío Bardam.
Entlastung für selbstständige Gesellschafter gefordert
Das Plenum der Inselverwaltung hat eine institutionelle Vereinbarung einstimmig verabschiedet. Der Beschluss fordert die spanische Regierung auf, die aus Sicht des Cabildo bestehende Diskriminierung selbstständiger Gesellschafter zu beenden und Beiträge sowie Verfahren zu überprüfen. Die Vereinbarung verlangt Änderungen an der Verordnung PJC/297/2026 vom 30. März, die eine Beitragserhöhung um 42 Prozent vorsah. Zudem fordert das Plenum steuerliche Prüfungen für die Kanaren und weniger Bürokratie unter Anerkennung des kanarischen Wirtschafts- und Steuersystems REF.






