Teneriffa spricht über die neue Winterbasis von airBaltic, industrielle Doktorate für Unternehmen und junge EU-Olympiaden sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
airBaltic eröffnet Winterbasis am Flughafen Teneriffa Süd
airBaltic hat eine saisonale Basis auf Teneriffa eröffnet. Die lettische Fluggesellschaft verband die Insel im Winter mit Belgien, Slowenien und Litauen und kündigte ab Oktober zwei wöchentliche Flüge von Ljubljana und Liège sowie einen von Palanga an. Lope Afonso von der Inselverwaltung sagte, Teneriffa baue damit seine strategische Luftverkehrsanbindung aus und stärke das Ziel eines diversifizierten Reiseziels.
Dimple Melwani, Chefin von Turismo de Tenerife, erklärte, die Verbindungen reagierten auf steigende Nachfrage aus strategischen Märkten und sollten ein rentableres Tourismusmodell fördern. Mantas Vrubliauskas von airBaltic betonte, die Basis stärke die Präsenz der Airline in einem wichtigen Freizeitmarkt. Die Passagierzahlen von Belgien nach Teneriffa stiegen im Vorjahr um 4,8 Prozent.
Inselverwaltung finanziert sechs industrielle Doktorate mit 720.000 Euro
Rosa Dávila hat sich mit Forschern und Unternehmen des Programms für industrielle Doktorate auf Teneriffa getroffen. Bei einem Kolloquium stellten Beteiligte die von der Inselverwaltung finanzierten Projekte vor, die den Austausch zwischen Universität und Wirtschaft stärken sollen. Antonio Aparicio, Vize-Rektor für Forschung der Universität La Laguna, nahm teil und unterstrich die Rolle der Hochschule in den Vorhaben.
Die Verwaltung investiert 720.000 Euro in sechs Projekte, die jeweils 30.000 Euro pro Jahr über vier Jahre erhalten. Unternehmen können dafür Forscher in offiziellen Doktoratsprogrammen anstellen. Firmen wie Atlantis Tecnología y Sistemas, Biogás Canarias, Energy Research and Intelligence Solutions, Litenergy Canarias und OneCyberSec präsentierten Arbeiten zu Energie, Künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit, darunter Intrusionserkennung, Biogas-Machbarkeit und Energiegemeinschaften.
65 Jugendliche messen sich bei EU-Olympiaden in La Laguna
Teneriffa hat die Regionalen Olympiaden zur Europäischen Union ausgerichtet. 65 Jugendliche aus 13 Bildungseinrichtungen von Fuerteventura, Gran Canaria, El Hierro, La Gomera und Teneriffa kamen im IES La Laboral in La Laguna zusammen, organisiert von Equipo Europa Canarias. Anlass war das 40-jährige Jubiläum des EU-Beitritts Spaniens, die Teilnehmer testeten Wissen und Redefähigkeiten zur Europäischen Union.
Serafín Mesa, Inselrat für Jugend und Bildung, sagte, die Initiative fördere Teamarbeit, Teilnahme und kritisches Denken. Daniel Morales, Direktor für Jugend der Kanarenregierung, nahm teil. Kern war ein einstündiger Essay zu EU-Einflüssen auf die Region, ergänzt durch einen Vortrag von Ruth Martinón von der Universität La Laguna und eine Simulation unter Leitung von Micaela Pezzini von Equipo Europa.
Museo de la Ciencia y el Cosmos erklärt Sonne und Universum
Das Museo de la Ciencia y el Cosmos hat eine Veranstaltung der Reihe "Del cielo a la tesis" angeboten. Die kostenlose Sitzung entstand in Zusammenarbeit mit dem Instituto de Astrofísica de Canarias und erklärte Aufbau und Entwicklung der Sonne sowie den Einsatz von Computersimulationen in der Kosmologie. José Carlos Acha, insularer Kulturbeauftragter, sagte, Besucher hätten so Einblicke in aktuelle Forschung erhalten.
Iván Bonilla Mariana, Doktorand am Instituto de Astrofísica de Canarias, erläuterte Entstehung, Schichten und Zukunft der Sonne. Pere Rosselló Truyols, ebenfalls Doktorand, erklärte ultraschnelle Simulationen, die Tausende möglicher Universen erzeugen, um sie mit Beobachtungen und Teleskopdaten abzugleichen. Der Zyklus macht laufende Doktorarbeiten für die Öffentlichkeit sichtbar.
Camerata RCO und Jonathan Fournel spielen Brahms im Auditorio de Tenerife
Die Camerata RCO hat im Auditorio de Tenerife das Konzert "Brahms und seine Schützlinge" gegeben. Mitglieder des Royal Concertgebouw Orchestra aus Amsterdam traten in der Sala de Cámara mit dem Pianisten Jonathan Fournel auf und spielten Werke von Alexander von Zemlinsky und Ernst von Dohnányi sowie das Trio in Es-Dur für Horn, Violine und Klavier, op. 37, von Johannes Brahms.
Das Programm zeigte die Verbindung der Komponisten zu Brahms, der Zemlinsky unterstützte und Dohnányi förderte. Auf der Bühne standen Hein Wiedijk an der Klarinette, Lou Anne Dutreix am Horn, Jelena Ristic an der Violine, Santa Vizine an der Viola und Clement Peigné am Cello. Karten kosteten 15 Euro, ermäßigt 5 Euro für unter 30-Jährige.





