Teneriffa spricht über die Sturmschäden durch Therese, neue Investitionen in Recycling und den Schutz der Biodiversität sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Sturmtief Therese verursachte Schäden von 33,3 Millionen Euro
Die Inselverwaltung bezifferte die Schäden durch Borrasca Therese auf 33,3 Millionen Euro. Sie legte der Subdelegation der Regierung einen Bericht über 17,7 Millionen Euro vor und beantragte eine staatliche Kostenbeteiligung von 50 Prozent.
Vizepräsident José Miguel Ruano erklärte, das Cabildo trage einen möglichen Fehlbetrag und habe Verfahren für schnelle Reparaturen eingeleitet. 25 von 31 Gemeinden meldeten Schäden von 15,6 Millionen Euro, besonders betroffen waren Straßen, Mauern und Dächer. Hohe Summen kamen aus La Orotava, La Laguna und Santa Cruz.
Neuer Punto Limpio in Arico mit 650.000 Euro Investition
Die Inselverwaltung stellte 650.000 Euro für einen neuen Punto Limpio im Komplex Ambiental in Arico bereit. Sie vergab die Arbeiten mit einer Bauzeit von vier Monaten und finanzierte das Projekt aus dem EU-Programm Next Generation EU.
Inselrätin Blanca Pérez erklärte, die Verwaltung wolle die Zahl der Recyclingstationen von acht auf 16 erhöhen. Abfallbeauftragter Alejandro Molowny verwies auf elf Prozent mehr Nutzer und kündigte an, die Annahme weiterer Abfallarten auszubauen, auch für gefährliche Materialien.
Finca Las Llanadas wird zur Genbank der Landwirtschaft ausgebaut
Die Inselverwaltung plant bis 2029 mehr als 600.000 Euro für die Finca Las Llanadas in Los Realejos ein. Mit 613.298,67 Euro soll die Anlage als Zentrum zur Erhaltung der landwirtschaftlichen Biodiversität auf Teneriffa gestärkt werden.
Seit 2021 läuft eine technische Transformation mit Präzisionsbewässerung und Sanierung des Hauptgebäudes. Valentín González bezeichnete die Finca als "Arche Noah" der Landwirtschaft und sagte, genetische Studien hätten weltweit einzigartige Sorten belegt, die künftig auch Schulen zugänglich sein sollen.
Kostenlose Holzschnitzel zur Brandprävention verteilt
Die Inselverwaltung hat das Projekt zur kostenlosen Abgabe von Holzschnitzeln an Landwirtschafts- und Viehzuchtverbände erneuert. Sie verteilte seit Beginn 17.520 Kubikmeter an Organisationen des Primärsektors und zählte dafür 1.177 Fahrten mit Lkw oder Transportern.
Die Schnitzel stammten vor allem aus der Bewirtschaftung von Radiata-Kiefern, deren tote Biomasse das Waldbrandrisiko erhöht. Nach dem Großbrand 2023 nutzte das Cabildo den Überschuss, nachdem andere Wege wie Versteigerungen ausgeschöpft waren, und verband das mit Wiederaufforstung einheimischer Arten.
MUNA eröffnete Ausstellung "Canarias al detalle"
Das Museo de Naturaleza y Arqueología auf Teneriffa startete die Ausstellung "Canarias al detalle". Sie bleibt bis zum 20. Juni geöffnet und zeigt Biodiversität von mikroskopischen Strukturen bis zu großformatigen Motiven aus den Sammlungen des Naturwissenschaftlichen Museums.
Inselrat José Carlos Acha sagte, die Schau mache entscheidende Details sichtbar, die sonst unbemerkt blieben. Wissenschaftsdirektor Carlos Pallés und Kurator Alejandro de Vera begleiteten die Eröffnung. Der Rundgang reicht von Meereszonen bis zu Lorbeer- und Kiefernwäldern der Kanarischen Inseln.
Kanonenfund aus Santa Cruz wird untersucht
Techniker der Museen von Teneriffa begutachteten bei Bauarbeiten am Nebengebäude der Inselverwaltung eine Kanone. Vizepräsident Lope Afonso und Inselrat José Carlos Acha kündigten an, das Stück werde untersucht und konserviert, um es später auszustellen.
Erste Schätzungen datieren die rund drei Tonnen schwere Kanone ins späte 16. Jahrhundert und ordnen sie der Verteidigung von Santa Cruz de Tenerife zu. Als Ziel nannte das Cabildo das Interpretationszentrum des Castillo de San Cristóbal unter der Plaza de España. Der Transport bleibt eine Herausforderung.
Große Präventionsveranstaltung für 2026 angekündigt
Die Inselverwaltung setzte Insulare Tage zur Bewusstseinsbildung und Prävention für den 6. und 7. Mai 2026 an. Sie organisiert die Veranstaltung mit der ESSSCAN und der Universität La Laguna und rechnet mit rund 600 Teilnehmern aus Gesundheit, Bildung und Sozialbereich.
Präventionsbeauftragter Juan Acosta erklärte, die Tage sollten das Verständnis von Prävention verändern. José Montelongo von der ESSSCAN sagte, koordinierte Antworten auf chronische, seltene und neue Krankheiten seien nötig. Das Programm behandelt unter anderem Schlaganfall, Diabetes, seltene Diagnosen und Folgen von COVID-19.
600.000 Euro für neue Unternehmen und lokale Geschäfte freigegeben
Die Inselverwaltung beschloss Richtlinien und Ausschreibung für ein Förderprogramm von 600.000 Euro. Die Handels- und Unternehmensförderung unter Krysten Martín zielt auf Selbstständige und Kleinstunternehmen, die auf Teneriffa neu starten oder expandieren wollen.
Die Zuschüsse beginnen bei 1.000 Euro und steigen bei der Eröffnung eines öffentlich zugänglichen Geschäfts um 6.000 Euro. Weitere Aufschläge sieht das Programm für Frauen, Menschen mit Behinderung und Geschäftsübernahmen im Zuge des Ruhestands vor. Insgesamt sind bis zu 10.000 Euro möglich.
Restaurierung der Ermita de San Telmo schreitet voran
Die Inselverwaltung bestätigte den Fortschritt der Restaurierung an der Ermita de San Telmo in Santa Cruz de Tenerife. Isabel de Esteban, Leiterin des Inselkulturerbes, besuchte die Baustelle mit dem Architekten Javier Álvarez und erklärte, die Arbeiten liefen planmäßig.
Die Maßnahme kostet 548.464,69 Euro, davon trägt das Cabildo 398.464,69 Euro, das Bistum Teneriffa und die Stadt zusammen 150.000 Euro. Vorgesehen sind unter anderem Dachrestaurierung, Holzbehandlungen, Risssanierung, neue Elektroinstallation sowie Arbeiten an Chor, Kanzel und Treppen.
Auditorio de Tenerife setzt Zyklus Primavera Musical fort
Die Musikvereine der Gemeinden begannen ihre Auftritte im Auditorio de Tenerife. Am Sonntag spielten Formationen aus Tacoronte, Buenavista del Norte und Valle de Guerra in La Laguna im Zyklus Primavera Musical, der in Zusammenarbeit mit der Federación Tinerfeña de Bandas de Música läuft.
In der Sala de Cámara standen 139 Musiker auf der Bühne, der Eintritt bleibt frei, solange Plätze verfügbar sind. Dirigenten waren Antonio Ordóñez, José Humberto Martín und Unai Jacob Marrero Simón. Der nächste Termin ist für den 19. April mit Bands aus Arafo, Arona und Tejina angekündigt.







