Die Sinfónica de Tenerife hat den transformativen Einfluss der Natur mit Werken von Debussy und Stravinski erkundet. Der Konzertabend, geleitet von Pablo González, beinhaltete die Uraufführung von "Emergence", einem Auftragswerk des Orchesters an Ferran Cruixent.
Worum es geht (TL;DR)
- Die Sinfónica de Tenerife präsentierte Werke von Debussy und Stravinski unter Pablo González.
- Uraufführung von "Emergence" des Komponisten Ferran Cruixent als Tribut an "La Mer".
- Das Konzert fand am 24. Oktober im Auditorio de Tenerife statt.
Die Sinfónica de Tenerife bot diese Woche ein musikalisches Erlebnis, das verschiedene Perspektiven der Natur als schöpferische und transformierende Kraft beleuchtete. Unter dem Titel "La consagración de lo nuevo" fand das Konzert am Freitag, dem 24. Oktober, um 19.30 Uhr in der Sala Sinfónica des Auditorio de Tenerife statt. Pablo González, der Hauptgastdirigent des Ensembles, stand am Pult.
Das musikalische Programm vereinte zwei der einflussreichsten Werke des sinfonischen Repertoires: das Orchestertriptychon "La Mer" von Claude Debussy und das revolutionäre Werk "La consagración de la primavera" von Ígor Stravinski. Ergänzt wurde es durch die Uraufführung von "Emergence (Finding La Mer)", einem speziell für dieses Konzert konzipierten Werk des Komponisten Ferran Cruixent.
Natur als Symbol für Schöpfung und Wandel
"Dieses Programm lädt uns zu einer klanglichen Reise ein, bei der die Natur zum Symbol für Schöpfung, Wandel und urtümliche Kraft wird", erklärte Pablo González. "Es sind Werke, die uns in eine rhythmische, klangliche und ausdrucksstarke Sprache von enormer emotionaler Intensität eintauchen lassen, vom Ozean bis zur Erde."
Der Abend begann mit der Weltpremiere von "Emergence (Finding La Mer)", einem zeitgenössischen Tribut von Ferran Cruixent an Debussys "La Mer". Inspiriert von der Idee, dass sich Partikel zu einem gewaltigen und organischen Ganzen verbinden, kombiniert das Werk elektroakustische Mittel und unkonventionelle Klänge wie Kalimba, Waterphone, Harfe oder Vibraphon, um eine eindringliche und kraftvolle Textur zu schaffen.
"’Emergence‘ findet im Meer eine wesentliche Metapher: scheinbar unzusammenhängende Partikel, die sich zu einem gewaltigen, tiefen und ewigen Ganzen verbinden", erläuterte Cruixent. "Es ist eine Ode an das Überleben, die Hoffnung und die Lebenskraft, die im Wasser neu entsteht."
Stravinski und Debussy als musikalische Meilensteine
Anschließend präsentierte die Sinfónica zwei grundlegende Werke des 20. Jahrhunderts. "La Mer" (1905) von Claude Debussy verwandelt das Meer in eine ständig wechselnde Palette orchestraler Farben, eine Sinfonie des Lichts und der Bewegung, die die Orchesterkomposition nachhaltig veränderte.
Schließlich brach "La consagración de la primavera" (1913) von Igor Stravinski mit seiner erdigen und kraftvollen Energie in den zweiten Teil des Konzerts ein. "Wenn bei Debussy und Cruixent die Musik aus der Fließfähigkeit des Wassers entsteht, so entspringt sie bei Stravinski der wilden Erde in einem rhythmischen Ausbruch, der das Wesentliche und Ursprüngliche berührt", schloss González.
Einblicke in die Arbeit von Pablo González
Pablo González, seit dieser Saison Hauptgastdirigent der Sinfónica de Tenerife, war Chefdirigent der Orquesta Sinfónica RTVE und der Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya. Als Gewinner der Dirigierwettbewerbe Donatella Flick und Cadaqués zeichnet er sich durch seine theatralische Sensibilität, seine Affinität zum russischen Repertoire, seine Gesamteinspielungen von Mahler, Beethoven und Schumann sowie sein Engagement für zeitgenössische spanische Musik aus. Seine Ausbildung als Schauspieler verleiht seinen sinfonischen, choralen und Operninterpretationen eine szenische und dramatische Perspektive.
Eintrittskarten für das Konzert sind auf der Website der Sinfónica de Tenerife, telefonisch und an der Kasse des Auditorio de Tenerife (Montag bis Freitag, 10.00 bis 17.00 Uhr; samstags, 10.00 bis 14.00 Uhr) erhältlich.
Interessierte können das Programm im "Mirador musical" vertiefen, einem Treffen, das um 18.45 Uhr in der Galería Castillo des Auditoriums stattfindet und an dem Pablo González selbst teilnimmt. Zudem organisiert die Asociación Tinerfeña de Amigos de la Música (ATADEM) um 18.30 Uhr einen Vortrag in der Sala Avenida, gehalten von Sergio Rodríguez González.











