Teneriffa spricht über die Folgen von Sturmtief Therese, neue Hilfen für Familien krebskranker Kinder und den Ausbau des Tierschutzes sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Sturmtief Therese löst Einsätze und Stromausfälle aus
Sturmtief Therese hat auf Teneriffa in der Nacht zahlreiche Notfälle ausgelöst. Die Inselverwaltung koordinierte ein Notfallteam, nachdem Wind, Wellengang und Regen vielerorts Schäden verursacht hatten. In Izaña wurden Böen bis 122 km/h gemessen, in Arico fast 100 km/h. Häufig meldeten die Dienste umgestürzte Laternen, beschädigte Schilder, vollgelaufene Bereiche und Erdrutsche.
Rund 890 Personen in Adeje und Guía de Isora blieben ohne Strom, die Wiederherstellung lief. Retter brachten mehrere Menschen in Boca Cangrejo in El Rosario in Sicherheit und befreiten zwei Personen unter der Brücke von La Alegría in Santa Cruz. Erdrutsche behinderten den Verkehr, unter anderem am Zugang nach Almáciga über die TF-134 und am Tunnel von Bailadero.
Inselverwaltung warnt vor weiteren Gefahren
Rosa Dávila, Präsidentin der Inselverwaltung, rief zu Vorsicht auf. Sie sagte, die Bevölkerung solle unnötige Fahrten vermeiden und den Anweisungen der Notdienste folgen, weil der Schutz der Menschen Priorität habe. Blanca Pérez, die zuständige Ministerin, hob hervor, alle verfügbaren Ressourcen seien aktiviert worden, um Vorfälle schnell abzuarbeiten.
Insgesamt arbeiteten 167 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Straßenpersonal, BRIFOR und Rotem Kreuz. Die Teams deckten auch Unterkunftsbedürfnisse, besonders in Adeje, Puerto de la Cruz und Santa Cruz. Die Inselverwaltung hielt das Notfallteam aktiv und blieb in Alarmbereitschaft, solange die widrigen Bedingungen anhielten.
Auditorio de Tenerife sagt Opernaufführung ab
Das Auditorio de Tenerife hat die heutige Aufführung der Oper Roméo et Juliette abgesagt. Die Leitung begründete den Schritt mit den Wetterbedingungen durch Therese und folgte einer Empfehlung der Inselverwaltung im Rahmen des aktivierten Notfallplans. Betroffen waren 1.400 Zuschauer sowie mehr als 200 Mitwirkende.
Ob die letzte Vorstellung am Samstag stattfand, hing von der weiteren Entwicklung des Sturms ab. Auch das Konzert Primavera Musical am Sonntagmorgen stand unter Vorbehalt. Die Rückerstattung der Tickets begann am Montag, dem 23.
350.000 Euro für Casa Pipa auf Teneriffa
Die Inselverwaltung hat 350.000 Euro für die Casa Pipa bereitgestellt. Das Haus soll Familien von krebskranken Kindern während der Behandlung unterstützen und entsteht in einem Gebäude, das die Regierung der Kanaren in San Cristóbal de La Laguna zur Verfügung stellte. Das Institut Insular de Atención Social y Sociosanitaria, kurz IASS, übernahm die Finanzierung der nötigen Umbauten.
Águeda Fumero, die insulare Sozialbeauftragte, erklärte, das Projekt biete konkrete Hilfe in schwierigen Zeiten. José Juan Jerez von der Fundación Pequeño Valiente sagte, Casa Pipa solle einen warmen, unterstützenden Raum schaffen. Geplant sind angepasste Zimmer, Gemeinschaftsbereiche sowie Räume für psychologische, soziale und physiotherapeutische Betreuung.
Tierschutzzentrum Tierra Azul auf Teneriffa genehmigt
Teneriffa hat das Projekt Tierra Azul genehmigt und treibt damit den Ausbau des Tierschutzes voran. Das Zentrum entsteht auf der Finca Presas del Campo zwischen La Laguna und Tacoronte und ergänzt das bestehende Zentrum Tierra Blanca in Fasnia, das bereits mehr als 20 Gemeinden unterstützt. Die Inselverwaltung setzt dabei auf Zusammenarbeit mit Gemeinden und Bürgerbeteiligung.
Valentín González, der Tierschutzbeauftragte der Inselverwaltung, erklärte, das Ziel sei eine einheitliche Antwort auf die Aussetzung von Tieren. Alicia Leirachá, Direktorin für Strategische Projekte, nannte eine Fläche von 15.000 Quadratmetern mit Platz für mehr als 680 Hunde und 400 Katzen. Das Zentrum soll auch Aufklärung und verantwortungsvolle Tierhaltung fördern.
Modernisierung des Schlachthofs MIT beschlossen
Die Inselverwaltung hat die Modernisierung des Matadero Insular de Tenerife, kurz MIT, als strategische Infrastruktur beschlossen. In der Kommission für den Primärsektor einigten sich alle Parteien darauf, das Vorhaben als Projekt von insularem Interesse weiter voranzutreiben. Damit soll die Zukunftsfähigkeit des Schlachthofs gesichert werden.
Die Verwaltung will Investitionen und Tarifermäßigungen fortsetzen, um Produktionskosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Zudem plant sie, die Vermarktung von lokalem Frischfleisch im Rahmen des Tourismus- und Gastronomieplans zu stärken, besonders im Hotel-, Restaurant- und Catering-Bereich. Außerdem soll die Regierung der Kanaren die Auswirkungen des spezifischen Versorgungsregimes REA auf die Viehwirtschaft bewerten.
Kurse für Ästhetik und Barbering auf Teneriffa gestartet
Die Inselverwaltung hat zwei Kurse in Ästhetik und Barbering gestartet, um die Jobchancen von 30 Personen zu verbessern. Über die Stiftung FIFEDE bietet sie 400 Stunden Präsenzunterricht an, aufgeteilt in einen Einsteigerkurs für 15 Arbeitslose und einen Fortgeschrittenenkurs für 15 Personen mit Vorkenntnissen. Die Anmeldung läuft bis zum 23. März, der Start ist im April geplant.
Efraín Medina, Inselrat für Arbeit und Bildung, sagte, die Maßnahmen orientierten sich an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes und sollten Arbeitslosen neue Chancen eröffnen. Das Angebot gehört zum Programm CUALIFÍCATE 2026, das Beschäftigung und beruflichen Wiedereinstieg fördern soll.
Japan-Kooperation für Investitionen ausgebaut
Die Inselverwaltung hat den Beitritt zum Patronat der Fundación Consejo España-Japón beschlossen. Die private Institution fördert öffentliche Diplomatie zwischen Spanien und Japan und wird vom Außenministerium unterstützt. Der Schritt soll die Internationalisierungsstrategie Teneriffas stärken und Investitionen im Rahmen des Innovationsplans anziehen.
Pedro González, Direktor für Außenbeziehungen der Inselverwaltung, erklärte, die Mitgliedschaft ermögliche direkte Zusammenarbeit mit einem führenden Land in Innovation und Technologie. Die Fundación Consejo España-Japón gilt als wichtigstes Forum für Austausch zwischen öffentlichen und privaten Institutionen beider Länder und unterstützt Initiativen in Wirtschaft, Innovation, Kultur und Wissenschaft.







