Die Regierung der Kanarischen Inseln hat am Freitag auf Teneriffa einen neuen Test des Notfallwarnsystems ES-Alert durchgeführt. Diese Maßnahme soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für das Nationale Zivilschutzsystem stärken, nachdem in den vergangenen Jahren ähnliche Übungen auf dem Archipel stattfanden.
Organisiert vom Ministerium für Territorialpolitik, territoriale Kohäsion und Wasser, in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion für Notfälle, ist die ES-Alert-Übung Teil einer simulierten Vulkaneruption, die vom Cabildo von Teneriffa in Garachico geplant wurde.
Das Notfall- und Sicherheitskoordinationszentrum (CECOES) 112 verschickte zwischen 9 und 13 Uhr drei Notfallwarnungen. Empfänger erhielten die Nachrichten entweder sofort oder beim Betreten des Netzabdeckungsbereichs ihres Mobilfunkanbieters. Bei ausgeschaltetem Telefon oder Flugmodus wurden die Nachrichten nicht zugestellt.
Notfallwarnungen auf Teneriffa getestet
Es ist wichtig, dass Autofahrer nicht in Panik geraten und an einem sicheren Ort anhalten, um die Nachricht zu lesen und auf „Akzeptieren“ zu drücken. Nach Bestätigung verschwindet die Nachricht vom Bildschirm. Älteren Familienmitgliedern sollte das System im Voraus erklärt werden, um Missverständnisse zu vermeiden.
Die Warnmeldung kann auch auf Englisch empfangen werden, wenn das Mobiltelefon auf eine andere Sprache als Spanisch eingestellt ist.
Fast alle Mobiltelefone mit Datenservice können korrekt konfigurierte Zivilschutzwarnungen empfangen. Geräte mit Android-Version 11 oder neuer und iOS-Version 15.6 oder neuer haben diese Option standardmäßig aktiviert. Ältere Geräte können entsprechend aktualisiert werden.
ES-Alert-System auf den Kanaren etabliert
Diese Tests werden im Voraus angekündigt, um die Bevölkerung zu informieren und unnötige Panik zu vermeiden. Alle 4G- und 5G-Geräte im Abdeckungsbereich erhielten eine Textnachricht mit der Aufschrift „TEST“, begleitet von einem Signalton und Vibration. Nach dem Lesen und Bestätigen verschwindet die Nachricht. Eine Antwort oder ein Anruf bei 112 ist nicht erforderlich.
Das ES-Alert-System ist bereits auf den Kanarischen Inseln in Betrieb und wurde bei den jüngsten Waldbränden auf La Palma und Teneriffa eingesetzt. Um seine optimale Funktion sicherzustellen, werden regelmäßig Tests an verschiedenen Orten durchgeführt.
ES-Alert ermöglicht die Ausgabe von Warnungen bei Katastrophen oder Notfällen wie Waldbränden, Überschwemmungen, Vulkanausbrüchen oder extremen Wetterbedingungen, ohne dass eine App installiert oder eine Registrierung erforderlich ist. Es ergänzt traditionelle Kanäle wie Evakuierungsbulletins, Medien, soziale Netzwerke und Lautsprecherdurchsagen.











