Teneriffa spricht über die Trauer um Ricardo Melchior, die neue Ökosteuer am Teide und Forderungen an die EU zum Schutz lokaler Aktionsgruppen sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Trauer um Ex-Präsident Ricardo Melchior
Die Inselverwaltung hat zwei Tage Trauer angeordnet. Ricardo Melchior Navarro war gestorben und hatte das Cabildo von 1999 bis 2013 geführt.
Präsidentin Rosa Dávila erklärte, Melchior habe die Politik auf Teneriffa und den Kanaren geprägt und die Medaille de Oro der Insel erhalten. Sie verwies auf Projekte wie die Einführung des Straßenbahnnetzes sowie die Förderung von Forschung und Innovation. Melchior habe zudem das Instituto Tecnológico de Energías Renovables angestoßen und den Primärsektor unterstützt.
Ökosteuer am Teide bringt mehr als 34.000 Euro
Die Inselverwaltung hat in zwei Wochen mehr als 3.000 Besucher zur Ökosteuer am Teide bewegt. Seit dem 19. Januar 2026 kamen 34.090 Euro für die Wege Telesforo Bravo und Montaña Blanca bis La Rambleta zusammen.
Rosa Dávila sagte, die Maßnahme solle den Druck auf empfindliche Routen senken und die Kontrolle verbessern. Naturdirektor Pedro Millán erklärte, zusätzliche Mitarbeiter hätten die Überwachung verstärkt und Geisterreservierungen seien verschwunden. Von 3.101 belegten Plätzen entfielen 94,06 Prozent auf Touristen von außerhalb der Kanaren.
Inselrat fordert EU-Schutz für lokale Aktionsgruppen
Der Inselrat hat einstimmig EU-Schutz für lokale Aktionsgruppen verlangt. Er forderte die spanischen Behörden auf, in Brüssel das Modell der lokalen partizipativen Entwicklung zu sichern.
Der Beschluss verwies auf die LEADER-Initiative seit 1991 und auf Beiträge zur Diversifizierung, Grundversorgung sowie Innovation in ländlichen und fischereilichen Gebieten. Hintergrund war die Debatte um den EU-Finanzrahmen 2028 bis 2034, in dem bisherige Fonds durch einen multifunktionalen Fonds ersetzt werden könnten. Zudem verlangte der Inselrat, das UE-Mercosur-Abkommen auszusetzen, bis die Bedingungen der Regionen in äußerster Randlage berücksichtigt sind.
Campamento de La Esperanza modernisiert elektrische Anlage
Die Inselverwaltung hat das Campamento de La Esperanza modernisiert. Präsidentin Rosa Dávila sagte, mehr als 1.700 junge Menschen hätten 2025 dort Naturaktivitäten genutzt.
Für die Erneuerung der elektrischen Anlage vergab die Verwaltung einen Auftrag an Elecnor Servicios y Proyectos S.A.U., die Arbeiten sollten in vier Monaten fertig sein und fast 200.000 Euro kosten. Jugend und Bildungsrat Serafín Mesa erklärte, die Maßnahmen erhöhten Sicherheit und Effizienz, zudem seien Verbesserungen bei Zugänglichkeit und Funktionalität vorgesehen. Das Camp liegt im Schutzgebiet Las Lagunetas.
Sinfónica de Tenerife erhält Distinción Honorífica 2025
Die Sinfónica de Tenerife hat die Distinción Honorífica 2025 der Fundación CajaCanarias erhalten. Die Auszeichnung wurde am Freitag bei der Gala der Premios CajaCanarias in Santa Cruz de Tenerife verliehen.
Die Stiftung würdigte den kulturellen und sozialen Beitrag des Orchesters auf den Kanarischen Inseln. José Carlos Acha, insularer Kulturbeauftragter, dankte im Namen des Orchesters und der Inselverwaltung und verwies auf mehr als 80.000 Besucher pro Jahr sowie mehr als 100 öffentliche Aktivitäten pro Saison. Genannt wurden auch neue Angebote wie kostenlose Busse für Konzertbesucher und ein Jugendprogramm an der Universität La Laguna.
TEA: Dorothée Munyaneza leitete Workshop und trat auf
Dorothée Munyaneza hat im TEA Tenerife Espacio de las Artes einen Workshop geleitet. Die multidisziplinäre Künstlerin aus Marseille arbeitete am Donnerstag und Freitag jeweils von 16 bis 20 Uhr zum Thema Freude als Widerstandsform.
Der kostenlose Kurs auf Englisch gehörte zum Programm Por Asalto, das Stimme und Körper der Teilnehmer verbindet. Am Samstag trat Munyaneza um 18 Uhr mit einer freien A-cappella-Performance auf und verband ruandische Gesänge mit weiteren Repertoires. Sie wünschte sich Teilnehmer verschiedener Altersgruppen, darunter auch aus der afrikanischen Diaspora und der LGBTQIA+-Gemeinschaft.
Auditorio de Tenerife: Sonido Extremo spielte Kammermusik
Das Ensemble Sonido Extremo hat im Auditorio de Tenerife konzertiert. Der Auftritt mit dem Bariton Toni Marsol begann am Donnerstag um 19.30 Uhr in der Sala de Cámara.
Das Programm stellte deutsche und französische Traditionen gegenüber und umfasste Werke von Franz Schreker, Alban Berg, Maurice Ravel und Fontcuberta. Sonido Extremo unter Leitung von Jordi Francés besteht aus acht Musikern und hat seit 2009 mehr als 60 Werke uraufgeführt. Karten kosteten 15 Euro, ermäßigt 5 Euro für unter 30-Jährige.











