Teneriffa verstärkt den Waldbrandschutz mit Militärhilfe, vergibt die Quirino-Preise für Animation und setzt neue Impulse für Inklusion in Kultur und Sport. Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen auf der Insel.
Waldbrandschutz: Operation Prometeo verlängert
Rosa Dávila hat mit Verteidigungsministerin Margarita Robles den Vertrag Prometeo Centinela Tenerife erneuert. Die Vereinbarung setzt auf Prävention und sieht Patrouillen in Schutzgebieten sowie den Einsatz von Drohnen vor. Robles erklärte, die Zusammenarbeit mit den Streitkräften bleibe unerlässlich.
Der Einsatz lief vom 1. Juli bis 30. September und umfasste täglich 14 Fahrzeuge, sieben Kommandos und 25 Truppeneinheiten. Die Inselverwaltung übernahm die Kosten und stellte GPS sowie Kommunikation. Das Militär plante zudem bis zu vier Hubschrauber-Aktivierungen ein.
Umweltagenten: Schulung für Drohnen und Fotofallen
Blanca Pérez hat ein Ausbildungsprogramm für die Umweltagenten der Inselverwaltung gestartet. Der Kurs lief vom 13. bis 24. April 2026 und vermittelte rechtliche Grundlagen, Einsatzprotokolle und digitale Werkzeuge. Pedro Millán sagte, der komplexere Umweltkontext mache Aktualisierungen nötig.
Die Teilnehmer lernten den Einsatz von Drohnen, Fotofallen und geografischen Informationssystemen für schwer zugängliche Gebiete. Weitere Inhalte waren Notfallmanagement, Biodiversität, das Programm Biota sowie ein Netzwerk zur Überwachung der Wildtiergesundheit gegen illegale Vergiftungen.
Quirino-Preise: Santa Cruz als Branchentreff der Animation
Die Quirino-Preise haben Santa Cruz de Tenerife erneut zur Bühne der iberoamerikanischen Animation gemacht. Die neunte Ausgabe lief vom 15. bis 17. April und brachte rund 300 Fachleute zu Industrieaktivitäten zusammen. In zehn Kategorien konkurrierten 27 Werke aus sieben Ländern.
Die Gewinner wurden am 17. April im Auditorio Adán Martín bekannt gegeben. Zum Programm gehörten ein Koproduktions- und Business-Forum, das Laboratorio de Futuros und ein Treffen von TV-Sendern und Plattformen, das den Austausch zwischen Iberoamerika und Europa stärkte.
Inklusion: Jornadas für darstellende Künste auf Teneriffa
Paz Santa Cecilia hat mit José Carlos Acha die Jornadas de Inclusión de Artes Escénicas auf Teneriffa vorgestellt. Die 17. Ausgabe fand vom 22. bis 24. April erstmals auf den Kanarischen Inseln statt und erreichte mit fast 230 Teilnehmern einen Rekord – 55 Prozent kamen von den Kanaren.
Die Treffen liefen unter dem Motto "Desplazamientos: escenarios de resistencia" und behandelten Migration sowie kulturelle Vielfalt. Spielorte waren unter anderem das Espacio La Granja und das TEA Tenerife Espacio de las Artes, dazu kamen Workshops, Foren und Aufführungen.
Salón del Gourmet: Teneriffa präsentiert Spitzenprodukte
Valentín González hat Teneriffas Primärsektor auf dem Salón del Gourmet in Madrid beworben. Die Messe lief in der IFEMA bis zum 16. April und setzte auf Verkostungen und Promotion, um die Inselprodukte im nationalen Markt zu stärken. Besonders Weine standen im Mittelpunkt.
González sagte, die Agrar- und Ernährungswirtschaft bleibe strategisch für die Entwicklung der Insel. Besucher konnten geführte Tastings von Honigen, Käsesorten und Weinen aus alten Rebsorten nutzen, eingebettet in den Masterplan für die Gastronomie Teneriffas.
Sport: José Salvador für inklusives Taekwondo ausgezeichnet
Rosa Dávila hat den Taekwondo-Sportler José Salvador in der Zentrale der Inselverwaltung empfangen. Der Schwarzgurt aus Icod de los Vinos war in Telde Vize-Meister in der Kategorie Junge Talente Poomsae geworden. Yolanda Moliné würdigte ihn als Vorbild für Jugend und Inklusion.
Dávila hob die Unterstützung des Gymnasiums Mencey und von Apreme hervor, die Inklusion im Sport ermöglichten. Moliné erklärte, die Inselverwaltung werde weiter Initiativen fördern, die Chancengleichheit und integrative Sportangebote auf Teneriffa stärken.
Schulen: Mehr Bewegung in den Pausen
Yolanda Moliné hat das Projekt Recreos Activos an 58 weiterführenden Schulen vorangetrieben. Beim Besuch des IES Andrés Bello in Santa Cruz übergab sie mit Lorena Hernández von der Kanarischen Regierung und Alicia Cebrián von der Stadt Sportmaterial im Wert von bis zu 800 Euro.
Moliné sagte, die Lücke bei der sportlichen Betätigung von Jugendlichen müsse öffentliche Priorität bleiben. Das seit drei Jahren laufende Programm unterstützt integrative Pausenangebote und stellt Material auch für kanarische Sportarten wie Lucha Canaria bereit.
MUNA: Erweitertes Buch zur kanarischen Identität
Das MUNA hat die Vorstellung einer erweiterten Ausgabe von "Guanches gestern, heute Kanarier" vorbereitet. Die Präsentation fand am Donnerstag, 16. April, um 19.00 Uhr im Museum für Natur und Archäologie auf Teneriffa statt. Journalist Carmelo Rivero stellte das Werk in neuer Ausstattung vor.
Autor Francisco García Talavera, Geologe, Paläontologe und promovierter Biologe, hat zur Geschichte und Identität der Kanaren geforscht. José Carlos Acha betonte den Wert wissenschaftlicher Aufklärung, die Vergangenheit und Gegenwart verbinde und Respekt für Natur und Kulturerbe fördere.





