Umweltauswirkungen von Sonnencreme auf den Kanarischen Inseln
Sonnencremes haben in den Küstenbecken der Kanarischen Inseln erhebliche Umweltschäden verursacht. Diese Becken sind empfindliche Ökosysteme, in denen sich Wasser nur langsam erneuert. Biologe Eduardo Martín, bekannt als @edu.martin05 auf TikTok, hat auf die Gefahren hingewiesen. Er erklärte: „Nahezu 25 % der Sonnencreme gelangen ins Wasser und haften an Felsen, Sedimenten oder den Becken selbst.“
Die Fragilität der Küstenbecken
Diese natürlichen Schwimmbecken sind Lebensräume für Fischlarven, Algen und kleine Krebstiere. Jedes Schwimmen mit Sonnencreme setzt bis zu 25 % der Creme frei. Chemische Filter wie Oxybenzon und Octinoxat sind schädlich für die Meereswelt und in Hawaii verboten. Auch als „umweltfreundlich“ deklarierte Cremes sind problematisch, da sie die Larvenentwicklung von Krebstieren hemmen können.
Studien des CSIC und der Universität Alicante zeigen, dass anorganische Filter wie Zinkoxid die Larvenentwicklung von Krebstieren um bis zu 97 % hemmen können. In den Becken, wo das Wasser nicht ständig erneuert wird, ist der Einfluss besonders stark.
Bewusstsein schaffen und handeln
Martín betont die Notwendigkeit, Bewusstsein zu schaffen und zu handeln. Er schlägt vor, UV-schützende Kleidung zu tragen und Sonnencreme erst nach dem Schwimmen aufzutragen. Die Becken sind Lebensräume für zahlreiche Arten, die auf ihren Schutz angewiesen sind.
Forschungen zeigen, dass diese Chemikalien Fisch-DNA stören, das Wachstum von Phytoplankton hemmen und Meeressäuger durch die Nahrungskette beeinflussen. In den kanarischen Becken sind die Auswirkungen aufgrund der geringen Wasserzirkulation besonders intensiv.
Nachhaltige Alternativen
Martín empfiehlt, auf Sonnencremes ohne schädliche Chemikalien zu achten, schützende Kleidung zu tragen und Sonnencreme erst nach dem Schwimmen aufzutragen. „Die Becken gehören den Lebewesen, die sie bewohnen“, erinnert der Biologe und ruft zu einem gemeinsamen Schutz dieser natürlichen Schätze auf.
Das Video hat in den sozialen Medien eine Debatte ausgelöst und viele Menschen auf die Verbindung zwischen Tourismus und der Zerstörung von Meeresbecken aufmerksam gemacht. Experten fordern nun Umweltbildung und die Regulierung von Chemikalien in sensiblen Gebieten.











