Leire Vergara und Eduardo Hodgson haben am Samstag im TEA Museum auf Teneriffa einen Workshop geleitet. Der Workshop mit dem Titel ‚Devices of Touch. Tenerife: Radiations on the Skin‘ fand im Rahmen des ‚La Plaza‘-Programms statt und war kostenlos zugänglich.
Die Teilnehmer begannen mit einer Sammlung von Konzepten, die auf verschiedenen Textfragmenten basierten. Sie durchliefen einen festgelegten Weg und bewohnten temporär Räume, in denen sie Ideen entwickelten, die auf den künstlerischen und kuratorischen Praktiken der Autoren basierten. Diese neue Initiative, kuratiert von Alejandro Castañeda, fand von 11 bis 19 Uhr statt. Interessierte mussten sich im Voraus per E-Mail anmelden, da die Teilnehmerzahl begrenzt war.
Das Lesekreis-Projekt ‚Devices of Touch‘ wurde 2015 von Leire Vergara in Zusammenarbeit mit der Trankat Résidence d’artistes in Tetuán, Marokko, ins Leben gerufen. Es konzentrierte sich auf die Entwicklung eines visuellen und theoretischen Vokabulars im Rahmen von Vergaras Doktorarbeit an der Goldsmiths, University of London. Jede Sitzung verband Texte, Künstlerbeiträge und Ortspräsenz, um einen Dialog zwischen Wissen und künstlerischer Praxis zu schaffen.
Vergara und Hodgson präsentieren neue Perspektiven auf Teneriffa
Das Buch ‚Near the Sovereignty Squares‘, veröffentlicht von Letra Caniche, dokumentiert die Erfahrungen des Lesekreises in Tetuán. Es entwirft eine Kartografie der zeitgenössischen Kunst in Bezug auf territoriale Ausnahmezustände. Diese Räume, die militärisch überwacht werden und unter spanischer Hoheit stehen, sind das Thema kritischer Betrachtung. Die Autorin untersucht diese Orte durch die Linse der kuratorischen Praxis und in Zusammenarbeit mit Eduardo Hodgson im Rahmen des La Plaza-Programms.
Leire Vergara, promoviert in Visuellen Kulturen, ist Kuratorin, Schriftstellerin und Mitglied von Bulegoa z/b. Sie hat zahlreiche Ausstellungen kuratiert und ihre Arbeiten bei renommierten Verlagen veröffentlicht. Eduardo Hodgson, Absolvent der Universität La Laguna, erforscht in seiner künstlerischen Praxis die Bedeutung von Bildern und deren Einfluss auf die Subjektivität. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt.
Hodgsons Werke befassen sich mit der Dekonstruktion visueller, politischer und territorialer Konstruktionen und deren Auswirkungen auf den Körper. Seine Projekte wurden in verschiedenen internationalen Galerien und Museen präsentiert, darunter das Museum der Schönen Künste von Santa Cruz de Tenerife und das Contemporary Art Centre SAC.
Künstlerische Praktiken und kuratorische Ansätze im Fokus
Der Workshop ‚Devices of Touch‘ bot eine Plattform für den Austausch zwischen künstlerischen und kuratorischen Praktiken. Teilnehmer konnten neue Perspektiven auf die Beziehung zwischen Raum, Körper und Kunst gewinnen. Diese Veranstaltung unterstreicht die Bedeutung von Kunst als Mittel zur kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und territorialen Themen.
Die Kombination aus Vergaras theoretischem Ansatz und Hodgsons künstlerischer Praxis ermöglichte es den Teilnehmern, tief in die Materie einzutauchen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Der Workshop war ein Beispiel für die erfolgreiche Verbindung von Theorie und Praxis im künstlerischen Diskurs.











