Teneriffa hat den Notfallplan PEIN nach dem Durchzug von Sturmtief Therese heruntergestuft. Trotz verbesserter Wetterlage bleiben wichtige Sperrungen bestehen. Die Insel zieht Bilanz nach Tagen mit Starkregen, Überschwemmungen und Schnee.
Notfallplan PEIN auf Vorwarnstufe gesenkt
Die Inselverwaltung hat den Notfallplan PEIN nach dem Durchzug von Therese auf Vorwarnstufe gesenkt. Der Beschluss galt ab Sonntag, 22. März, 8 Uhr. Die staatliche Wetteragentur AEMET hatte zuvor die orangefarbenen Warnungen aufgehoben, das Sturmzentrum zog nach Norden ab.
Rosa Dávila, Präsidentin des Cabildo von Teneriffa, betonte, Sicherheit habe Priorität gehabt. Die ungewöhnliche Wetterlage hatte besonders den Norden und Südwesten getroffen. Sie rief weiter zur Vorsicht auf: Wasseransammlungen stellten noch Gefahren dar. Unnötige Fahrten sollten vermieden und offizielle Hinweise beachtet werden.
Sperrungen am Teide und auf Wanderwegen bleiben bestehen
Trotz Wetterbesserung hält die Inselverwaltung zentrale Einschränkungen aufrecht. Der Zugang zu Wanderwegen, Forststraßen, Erholungsgebieten und Hochgebirgsregionen bleibt verboten. Auch der Teide-Nationalpark ist weiter gesperrt, weil instabiles Gelände nach dem Unwetter Risiken birgt.
Zusätzlich bleibt die Straße nach Punta de Teno, die TF 445, gesperrt, solange die Vorwarnstufe gilt. Allgemeine Einschränkungen für kulturelle, sportliche und öffentliche Aktivitäten endeten ab Sonntag mit Inkrafttreten der Vorwarnstufe.
Zahlreiche Einsätze und Überschwemmungen während Therese
Die Inselverwaltung hat während Therese den Notfallplan aktiviert und eine hohe Zahl an Vorfällen registriert. Seit dem 18. März brachte das Unwetter starken Regen, Wind und Küstenphänomene. Am Morgen des 21. März ab 6 Uhr häuften sich Meldungen zu Wasseransammlungen.
Besonders betroffen war die Balsa de Trevejos in Vilaflor mit einem Zufluss von 1.000 Kubikmetern pro Stunde. Überschwemmungen gab es in Buenavista, Los Silos und El Médano. In Granadilla verschärften anhaltende Regenfälle die Lage an der Küste.
Regenmengen, Schnee und Notunterkünfte in der Bilanz
Nach mehreren Tagen Unwetter meldet die Inselverwaltung hohe Niederschlagswerte und Schnee in den Gipfellagen. In fünf Tagen fielen in Cruz de Tea 212 Liter pro Quadratmeter, in Vilaflor 164 und in Los Silos, Santiago del Teide sowie El Tanque jeweils 115 Liter.
In höheren Lagen am Teide fiel Schnee mit acht bis zehn Zentimetern, die Zugänge blieben geschlossen. Insgesamt wurden 151 Vorfälle erfasst, die meisten durch Wind verursacht. Fast 1.000 Einsatzkräfte waren im Einsatz, drei Notunterkünfte boten 76 Personen Schutz.





