Ein umfassendes Simulationsmanöver auf Teneriffa hat am Freitag in Garachico begonnen, um die Reaktionsfähigkeit bei einem Vulkanausbruch zu testen. Dabei wurden verschiedene Notfallprotokolle wie Evakuierungen und Abriegelungen geprobt.
Am Freitagmorgen startete das Cabildo von Teneriffa eine groß angelegte Vulkanrisikosimulation in der Gemeinde Garachico. Diese Initiative ist Teil des europäischen EU-Modex-Programms für den Katastrophenschutz. Rund 1.000 Sicherheits- und Notfallkräfte, darunter die Guardia Civil, die Nationalpolizei, Feuerwehrleute, die örtliche Polizei, Forstbeamte und das Rote Kreuz, nahmen an der Übung teil.
Ziel der Übung war es, verschiedene Protokolle im Falle eines Vulkanausbruchs zu evaluieren. Dazu gehörten Evakuierungen, Abriegelungen, Ressourcenmanagement, institutionelle Koordination und die Kommunikation mit den Bürgern. Dies umfasste Institutionen, Sicherheitskräfte, Notdienste und Bewohner der betroffenen Gemeinden, wie das Cabildo von Teneriffa erklärte.
Experten für Notfälle und Mitglieder der staatlichen Sicherheitskräfte sowie regionale Dienste befassten sich mit verschiedenen Szenarien, Übungen und Vorfällen in fünf geplanten Situationen. Diese sollten die Reaktionen bewerten, um die Stärken und Schwächen des Systems zu identifizieren.
Garachico testet Notfallprotokolle bei Vulkanübung
Im Detail umfassten die Übungen: ‚Koordination und Management am fortgeschrittenen Kommandoposten (PMA)‘, ‚Schutzübung für das Kloster San Francisco‘, ‚Ammoniakleck in Kühlkammer‘, ‚Vermisstensuche in einer Schlucht‘, ‚Evakuierung einer Person mit eingeschränkter Mobilität‘, ‚Such- und Erkennungsoperationen‘, ‚Vulkanische Gase‘, ‚Wesentliche Basisdienste‘, ‚Evakuierung des Seniorenheims‘, ‚Evakuierung von Tieren‘, ‚Freiwilligenunterstützungspunkt‘, ‚Evakuierung von Nichtansässigen‘ und ‚Drohnenkoordination‘.
Der Betrieb begann früh am Morgen, und um 9 Uhr wurde eine offizielle Alarmnachricht bezüglich der Simulation (ES-ALERT) in Zusammenarbeit mit der Regierung der Kanarischen Inseln an die gesamte Inselbevölkerung über Mobiltelefone gesendet.
Ab diesem Zeitpunkt entwickelten sich die Ereignisse weiter und gipfelten in einem simulierten Vulkanausbruch. Dies beinhaltete eine Feldübung, bei der Schauspieler und Bewohner an verschiedenen Szenarien rund um das Casco de Garachico teilnahmen, die um 14 Uhr endete.
Vulkanübung auf Teneriffa simuliert Notfallmaßnahmen
Das Cabildo von Teneriffa weist darauf hin, dass das ES-ALERT-System das offizielle Kommunikationsmittel für Notfälle ist, das direkte Nachrichten an die Mobiltelefone der betroffenen Bevölkerung sendet. Ziel ist es, die Bürger sofort über Evakuierungen, Abriegelungen oder andere Sicherheitsvorfälle zu informieren und klare und rechtzeitige Anweisungen zu geben.
Während der Vulkanübung in Garachico werden Alarme aktiviert, um die Bewohner dieser Gemeinde und von El Tanque über die geplanten Übungen zu informieren, sowie die gesamte Inselbevölkerung, wobei betont wird, dass es sich um eine simulierte Übung ohne Anlass zur Besorgnis oder ein reales Risiko handelt.
Um 9 Uhr wird der Alarm für die Bevölkerung von Garachico zur Evakuierung ausgelöst; um 9.20 Uhr für die gesamte Bevölkerung von Teneriffa; um 12 Uhr für die Bewohner von El Tanque zur Abriegelung; um 13 Uhr erneut für El Tanque zur Beendigung der Abriegelung und um 13 Uhr für Garachico zur Beendigung der Evakuierung.
Notfallübung in Garachico zeigt Reaktionsfähigkeit
Die vollständige Übung wird von 8 Uhr bis 14 Uhr live über folgende Kanäle gestreamt: YouTube Live und den offiziellen YouTube-Kanal des Cabildo de Tenerife. Bewohner von Garachico können die Simulation auch live auf großen Bildschirmen auf der Plaza de los Amantes verfolgen, wo sie die verschiedenen Übungen in Echtzeit mitverfolgen können.
Zur Vorbereitung auf diese Simulation aktivierte das Cabildo am Mittwoch den Insularen Aktionsplan gegen Vulkanrisiken auf Teneriffa und erklärte eine simulierte Vorwarnsituation ab 13 Uhr in Garachico, Icod de los Vinos, El Tanque, Los Silos, Buenavista del Norte, Guía de Isora und Santiago del Teide.
In diesem hypothetischen Vulkanrisikoszenario werden auf der Insel Maßnahmen der Stufe 3 aktiviert. Dies bedeutet die Sperrung der Straßen zum Nationalpark Teide und den umliegenden Waldgebieten, des Teno Rural Parks, der Wege und Pfade sowie das Verbot von Jagdaktivitäten.
Während die Übung fortschreitet, informierten die regionalen Notdienste am Mittwoch, dass das Alarmniveau für dieses „simulierte Vulkanrisiko“ auf gelb gestiegen ist, als Reaktion auf erhöhte seismische Aktivität. Dies dient als Signal für die Bevölkerung, sich auf einen möglichen Ausbruch vorzubereiten.
Das Vulkanwarnsystem auf den Kanarischen Inseln informiert die Öffentlichkeit über die Risikostufen im Zusammenhang mit potenzieller vulkanischer Aktivität. Das farbkodierte System zeigt die aktuelle Situation und notwendige Präventivmaßnahmen an.
So wird an diesem Freitag im Rahmen der Simulation das Alarmniveau auf rot steigen, was ein Notfallszenario (simuliert) bestätigt, das besagt, dass ein Vulkanausbruch im Gange oder unmittelbar bevorsteht und sofortige Schutzmaßnahmen erforderlich sind, einschließlich Evakuierungen in Risikogebieten.











