Das TEA-Museum zeigt von Freitag (26.) bis Sonntag (28.) jeweils um 19.00 Uhr den Film Kontinental’25 von Radu Jude. Der mit minimalen Mitteln und in nur zehn Tagen mit einem iPhone gedrehte Film bietet ein scharfes Porträt der zeitgenössischen europäischen Gesellschaft. Themen wie unkontrollierte Immobilienspekulation, der Aufstieg der extremen Rechten und eine fragile Ethik prägen die Handlung. Mit festen Kameraeinstellungen, scharfen Dialogen und einem Ton zwischen Absurdität und Tragik verknüpft Jude Fiktion und Dokumentation zu einer eindringlichen Analyse der Widersprüche der Gegenwart. Der Film mit Eszter Tompa, Gabriel Spahiu, Adonis Tanța und Oana Mardare wird in rumänischer Originalversion mit spanischen Untertiteln gezeigt.
Handlung: Moralische Krise einer Gerichtsvollzieherin
Orsolya arbeitet als Gerichtsvollzieherin in Cluj, Transsilvanien. Sie soll einen obdachlosen Mann aus einem Keller räumen, der zu einem Luxushotel umgebaut werden soll. Ein unerwartetes Ereignis konfrontiert sie jedoch mit ihren eigenen Widersprüchen und löst eine moralische Krise aus.
Radu Judes filmisches Schaffen
Radu Jude, geboren 1977 in Bukarest, studierte Regie an der Universität für Medienkommunikation in Bukarest. Nach seiner Tätigkeit als Regieassistent drehte er mehrere Kurzfilme und debütierte 2009 mit dem Spielfilm The Happiest Girl in the World. Seine Werke Aferim! (2015), I Do Not Care If We Go Down in History as Barbarians (2018) und Uppercase Print (2020) erhielten weltweit zahlreiche Auszeichnungen. 2021 gewann Bad Luck Banging or Loony Porn den Hauptpreis der Berlinale. Sein Film Do Not Expect Too Much from the End of the World (2023) erhielt den Spezialpreis der Jury beim Festival von Locarno und war Rumäniens Oscar-Kandidat.











