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39 Ertrunkene in sieben Monaten, warum ändert sich nichts?

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Manfred_K
Beiträge: 5
Themenstarter
(@manfred_k)
Aktives Mitglied
Beigetreten: Vor 7 Monaten
[#21]

Die Zahlen von "Canarias, 1500 km de Costa" sind heute rausgekommen: 39 Todesfälle durch Ertrinken in den ersten sieben Monaten, ein Anstieg um fast ein Drittel. 129 Menschen sind insgesamt verunglückt. Und mehr als die Hälfte davon, während eine Warnung wegen Wellen oder Sturm galt.

Mir fehlt langsam das Verständnis. Die roten Flaggen stehen doch nicht zur Dekoration da.


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11 Antworten
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Hardy_TF
(@hardy_tf)
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Neu dabei
Beiträge: 3

Genau das ist der Punkt. In Deutschland kennt man den Atlantik nicht. Da denkt man, Meer ist Meer, und dann kommt die Strömung. Das hat mit Rücksichtslosigkeit erstmal wenig zu tun, sondern mit fehlender Erfahrung.


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Manfred_K
(@manfred_k)
Beigetreten: Vor 7 Monaten

Aktives Mitglied
Beiträge: 5

Erfahrung hin oder her, wenn eine rote Flagge weht, geht man nicht rein. Das steht auf jedem Schild in vier Sprachen.


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UteMeier
(@utemeier)
Beigetreten: Vor 3 Monaten

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Beiträge: 8

Was mich viel mehr erschüttert, sind die fünf Kinder in diesem Jahr. Zwei allein im letzten Monat. Da geht es doch nicht um Selbstüberschätzung, da geht es um Aufsicht.


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Kerstin_TF
(@kerstin_tf)
Beigetreten: Vor 7 Monaten

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Beiträge: 13

Bei den Kindern bin ich ganz bei dir. Ich sehe am Strand ständig Eltern, die aufs Handy schauen, während die Kleinen am Wasser sind. Das hat mit dem Atlantik nichts zu tun, das wäre am Baggersee genauso gefährlich.


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Rettungstom
(@rettungstom)
Beigetreten: Vor 2 Jahren

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Beiträge: 4

Was in der Statistik oft untergeht: Das typische Opfer ist männlich und älter. Da ist es dann selten die Welle, sondern der Kreislauf. Auch darüber müsste man mal reden, gerade bei 44 Grad.


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Rettungstom
(@rettungstom)
Beigetreten: Vor 2 Jahren

Aktives Mitglied
Beiträge: 4

Ich möchte noch einen Punkt einwerfen. An einigen Stränden hängen gar keine Flaggen, weil schlicht kein Personal da ist. Man kann den Leuten schwer vorwerfen, dass sie eine Warnung ignorieren, die niemand aufstellt. Es fehlen einfach Rettungsschwimmer!


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Moni1958
(@moni1958)
Beigetreten: Vor 2 Jahren

Aktives Mitglied
Beiträge: 7

Stimmt, mein Nachbar ist letztes Jahr beim Schwimmen kollabiert. Der war 71 und topfit. dachte er zumindest.


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Hardy_TF
(@hardy_tf)
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Neu dabei
Beiträge: 3

Vielleicht wäre eine ordentliche Aufklärung im Hotel wirksamer als noch ein Schild. Ein Zettel beim Check-in, auf Deutsch, mit den drei wichtigsten Regeln. Kostet nichts.


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Manfred_K
(@manfred_k)
Beigetreten: Vor 7 Monaten

Aktives Mitglied
Beiträge: 5

Das wäre mal ein vernünftiger Vorschlag. Ich nehme zurück, dass es nur an Dummheit liegt. An Information fehlt es offensichtlich auch.


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Moni1958
(@moni1958)
Beigetreten: Vor 2 Jahren

Aktives Mitglied
Beiträge: 7

Ich sehe das jeden Sommer am Strand. Rote Flagge, und trotzdem gehen die Leute rein. Und wenn man etwas sagt, wird man angepampt, man solle sich um seinen eigenen Kram kümmern.


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Tom_LaPalma
(@tom_lapalma)
Beigetreten: Vor 1 Jahr

Aktives Mitglied
Beiträge: 13

Was in der Debatte oft untergeht: Ein guter Teil der Unglücke passiert gar nicht am bewachten Sandstrand, sondern an der Felsküste, in Naturbecken oder beim Angeln von den Klippen. Bei uns auf La Palma gibt es kaum lange Strände, dafür viele Stellen, wo eine einzige Welle reicht, um dich von den Steinen zu holen. Da hängt dann weder eine Flagge noch steht ein Rettungsschwimmer, und der Zettel im Hotel hilft auch nur, wenn er nicht nur vom Schwimmen redet. Ich habe mir angewöhnt, an der Küste nie mit dem Rücken zum Wasser zu stehen, das klingt banal, hat aber schon manchem den Tag gerettet.


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