Die Polizei hat in Puerto del Rosario auf Fuerteventura vier Personen wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte und Urkundenfälschung festgenommen. Die Verdächtigen betrieben zwei miteinander verbundene Unternehmen, die Personal für Hotels auf der Insel vermittelten und dabei gezielt Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere einstellten. Nach Angaben der Polizei erzielten sie durch diese Praxis einen jährlichen Gewinn von mehr als 1,5 Millionen Euro.
Die Ermittlungen dauerten acht Monate und endeten am Mittwoch. Bei zwei Arbeitsinspektionen in Hotels in Caleta de Fuste und Jandía stellten die Beamten gemeinsam mit der Arbeits- und Sozialversicherungsinspektion von Las Palmas mehrere ausländische Beschäftigte ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis fest.
Fuerteventura: Illegale Beschäftigung in Hotels aufgedeckt
Die Festgenommenen galten als Hauptverantwortliche des Netzwerks. Sie rekrutierten mutmaßlich gezielt Migranten ohne Papiere über soziale Netzwerke, organisierten deren Transport in Kleinbussen von festgelegten Sammelpunkten und verteilten sie auf verschiedene Hotels, wo sie Reinigungsarbeiten verrichteten.
Den Ermittlern zufolge erzielten die Beschuldigten monatlich mehr als 300.000 Euro Bruttogewinn, was einem jährlichen Nettogewinn von mehr als 1,5 Millionen Euro entsprach.
Polizei nimmt Verantwortliche nach monatelanger Ermittlung fest
Um ihre Beteiligung zu verschleiern, setzten die Verdächtigen sogenannte Strohmänner ein, auf deren Namen die Firmen offiziell liefen, während sie selbst die Kontrolle behielten. Zudem fälschten sie Handels- und öffentliche Dokumente, um den Anschein zu erwecken, die Beschäftigten verfügten über eine gültige Aufenthaltsgenehmigung.
Nach Abschluss der Ermittlungen übergab die Polizei die vier Festgenommenen der zuständigen Justizbehörde in Puerto del Rosario.




